Neue Impulse für den Unterricht: Erasmus+-Fortbildung in Nizza
Wie lässt sich die Qualität von Lehr- und Lernprozessen weiter verbessern? Mit dieser Frage beschäftigten sich Hannah Geistert und Kati Tonn in den Herbstferien vom 12. bis 17. Oktober 2026 bei einer internationalen Lehrerfortbildung in Nizza. Unter dem Titel „5 Steps to Improve Teaching and Learning“ standen aktuelle Ansätze der Unterrichtsgestaltung und der internationale Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt.
Lehrkräfte aus Italien, Estland, Polen, Bulgarien und Deutschland kamen zusammen, um neue Impulse für ihre Unterrichtspraxis zu gewinnen.
Die Fortbildung wurde auf Englisch von einer anglo-amerikanischen Trainerin geleitet und bot damit zugleich Gelegenheit, sich in einer internationalen Gruppe fachlich auszutauschen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen.
Ein Schwerpunkt lag auf konstruktivem Feedback und formativer Leistungsbewertung. Dabei ging es unter anderem darum, Lernfortschritte sichtbar zu machen, transparente Erfolgskriterien zu entwickeln und Schülerinnen und Schüler durch gegenseitige Rückmeldungen stärker in ihre Lernprozesse einzubeziehen.
Weitere Themen waren die Förderung des kritischen Denkens, motivierende und spielerische Lernformate sowie der Einsatz digitaler Werkzeuge. Vorgestellt und erprobt wurden verschiedene Möglichkeiten, um Lernende zu aktivieren, eigenständiges Denken anzuregen und unterschiedliche Lernvoraussetzungen zu berücksichtigen. Auch Methoden von Project Zero, einem Bildungs- und Forschungszentrum der Harvard Graduate School of Education, wurden intensiv in den Blick genommen und gaben Anregungen, Denkprozesse im Unterricht bewusster anzuregen und sichtbar zu machen.
Neben dem fachlichen Programm bot die Fortbildung Gelegenheit, neue Perspektiven auf die eigene Unterrichtspraxis zu gewinnen und Erfahrungen über Ländergrenzen hinweg auszutauschen sowie Kontakte für mögliche zukünftige Austauschprojekte zu knüpfen.
Exkursionen entlang der Côte d’Azur ergänzten das Programm und ermöglichten Einblicke in die Region, ihre Kultur und das französische „savoir-vivre“.
Die Teilnahme an der Lehrerfortbildung wurde im Rahmen von Erasmus+ durchgeführt, einem Programm, das von der Europäischen Union finanziell unterstützt und gefördert wird. Es trägt damit zur europäischen Zusammenarbeit bei und ermöglicht internationalen Austausch sowie die berufliche Weiterentwicklung von Lehrkräften.
Die neu gewonnenen Anregungen werden nun in den Austausch im Kollegium des NIGE über Lehr- und Lernqualität einfließen.

Text: Hannah Geistert und Kati Tonn
Fotos: Hannah Geistert, Europass Academy France














