FRAUENkalender Oktober am NIGE zur jüdischen Opernsängerin Sara Oppenheimer

Dass sie ein so großes Publikum zu diesem Abend über Esens als „FRAUENort“ begrüßen konnte, damit hatte Ilona Hennig, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Wittmund, wohl nicht gerechnet. Bis auf den letzten Platz besetzt waren die festlich eingedeckten Tischgruppen im Foyer des NIGE (Niedersächsisches Internatsgymnasium). Vorbereitet von ihr, der Leiterin des Museums August Gottschalk-Haus, Anke Kuczinski , Gabriele Buisman vom Ökumenischen Arbeitskreis Juden/Christen Esens und der Hilfe zahlreicher Schülerinnen und Schüler, begann ein Geschichtsabend ganz eigener Art.

Den Auftakt machte Gabriele Buisman, die als Initiatorin beim Land Niedersachsen erreicht hatte, dass Esens den Titel „FRAUENort“ bekam. Eine Initiative des Landes, um Orte, in denen bedeutende Frauen der Landesgeschichte gelebt hatten, zu markieren. In Esens ist es Sara Oppenheimer. Als junges jüdisches Mädchen aus der Esenser Herdestraße war sie aufgebrochen in die Welt der Musik, um in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine deutschlandweit bekannte Opernsängerin zu werden. Ortschronist Gerd Rokahr hatte ihre Geschichte erkundet, erforscht und in einem Buch über sie aufgeschrieben, Gabriele Buisman erzählte sie.
Um das Leben der Sängerin fassbarer zu machen, wechselten alle in die Aula des NIGE. Dort spielte eine gut aufgelegte Schüler-Laienspielgruppe unter der Leitung von Musiklehrerin Ricarda Grewe kurze Szenen aus dem Leben Sara Oppenheimers, geschrieben von Gabriele Buisman, begleitet von reichlich Applaus des Publikums, interessiert beobachtet von drei KünstlerInnen der Landesbühne aus Wilhelmshaven.
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Bildunterschrift: Eine Musikpädagogin der Leipziger Schule für Musik und Theater (Ricarda Grewe) unterrichtet die Gesangsschülerin Sara Oppenheimer.

Zurück ging es in das Foyer, wo kleine Snacks nach israelischen Rezepten vom Ehrenamtlichen-Team des August-Gottschalk-Hauses vorbereitet worden waren. Das lud zum Gespräch und zum Verweilen ein. Ein bunter Geschichts-Abend der informativen, geselligen und unterhaltsamen Art.
Text: Ricarda Grewe Bild: Anneus Buisman

















