Mit Erasmus nach Plasencia (Spanien)
Endlich ist es soweit, die langersehnte Erasmusfahrt nach Plasencia / Spanien geht los. Die Eltern – wahrscheinlich noch aufgeregter als ihre Kinder – verabschiedeten uns am 6.2.25 für eine Woche und wir begannen unseren langen Reisetag ohne großartige Turbulenzen (abgesehen von zwei fehlenden Koffern…). Die Gastfamilien warteten geduldig auf uns und begrüßten uns alle herzlich zu später Stunde. Begleitet wurde die Schülergruppe, welche das Projekt „Las semejanzas naturales entre España y Alemania“ im Rahmen des Erasmus + Programms durchführte, von Tanja Harms und Claudia Weissig, Lehrerinnen am NIGE.
Neben der Projektarbeit sind die wesentlichen Ziele des Erasmus+ Projektes, eines EU-Programmes, welches von der Europäischen Union unterstützt und vollständig finanziert wird, die Erweiterung des europäischen Gedankens und die Erfahrung eines interkulturellen Austausches verbunden mit Schließung grenzüberschreitender Freundschaften. Interkulturelle Kommunikation sowie ein Verständnis füreinander gelten dabei als die entscheidenden Schlüsselkompetenzen für das globalisierte 21. Jahrhundert.
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Der erste Projekttag begann erfolgreich in der Schule IES Valle del Jerte. Großartig war, dass alle deutschen Schüler*innen von ihrem ersten (kurzen) Zusammentreffen mit viel Enthusiasmus berichteten: sie fühlten sich alle sehr gut aufgehoben. Einige von ihnen diskutierten gar ihre Auswanderungspläne nach Spanien! Zunächst wurde uns die Schule vorgestellt und die tollen Fächer wurden bestaunt. Dann lernten wir auch den Schulalltag und begannen unser Projekt zu den Naturellen Gemeinsamkeiten zwischen Spanien und Deutschland. In gemeinsamer Arbeit erfuhren die Schüler über die ökologischen Gegebenheiten der Extremadura und bearbeiteten gemeinsam am PC-Materialien zur Thematik. Die neu gewonnen Erkenntnisse konnten die Schüler, nach einem ereignisreichen Wochenende in den spanischen Familien, zusammen in einem Ausflug zu den Lagunas de Villafálfila anwenden.
Sowohl die Erkundung der Umgebung, als auch die artenreiche Vielfalt waren eine bereichernde Erfahrung, insbesondere im Vergleich mit den ostfriesischen Gegebenheiten, wenn man die direkten Auswirkungen des Klimawandels sowie die von Menschen gemachten Problematiken erkennt. Die Nachbereitung des Projekts in digitaler Form erfolgte anschließend, so dass die Austauschpartner auch insbesondere Möglichkeiten ihres eigenen sozialen Engagements diskutieren konnten. An kulturellen Highlights wurden durch Schüler organisierte Stadtführungen durch Plasencia durchgeführt, wo wir zudem geschichtliches Wissen über die romanischen Bauten erlangten.
Das größte außerschulische Erlebnis in Plasencia war sicherlich der sehr bürgernahe Bürgermeister und Influencer-Star der Stadt (wir durften ihn beim Vornamen, Fernando, nennen): neben zahlreichen Geschenken, gab es Instagram-Fotos und neue Follower (auf beiden Seiten) sowie neu ernannte ostfriesische Bürgermeister Plasencias.
Resümierend können wir sagen, dass dies eine absolut gelungene Erasmusfahrt mit vielen Erfahrungen war, in der die großartigen Schüler in ihren Gastfamilien harmonisierten und sich somit sehr auf den Gegenbesuch im März freuen.
Text und Bilder: Claudia Weissig

















