Juniorwahl am NIGE
Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Eltern und Besucher der NIGE-Homepage,
die Wahllokale sind geschlossen, die ersten Hochrechnungen zur Bundestagswahl 2025 liegen vor, und auch die Ergebnisse der diesjährigen Juniorwahl für die Klassenstufen 8–13 wurden ausgewertet.
Die Juniorwahl ist ein bundesweites Programm und verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur politischen Sozialisation von Jugendlichen zu leisten. Sie soll Schülerinnen und Schüler an Prozesse der demokratischen Willensbildung heranführen und sie auf die künftige Partizipation innerhalb des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland vorbereiten. Am Ende steht die praktische Umsetzung der Wahl und des Wahlaktes.
In Vorbereitung auf den Wahlakt wurden die Schülerinnen und Schüler durch die Lehrkräfte des Faches Politik/Wirtschaft im Unterricht auf die Wahl vorbereitet. Dabei erhielten sie sowohl grundlegende als auch tiefere Kenntnisse über das Wahlsystem, die Wahlgrundsätze sowie die Parteiprogramme der teilnehmenden Parteien und Direktkandidaten. Aufgrund dieser Vorbereitung konnten die Schülerinnen und Schüler beim Wahlakt eine fachlich fundierte Entscheidung treffen.
Bei der Vorbereitung, beim Wahlakt und bei der Auswertung der Stimmen halfen zahlreiche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die aus der 10 S1 rekrutiert wurden. Sie sorgten für einen reibungslosen und schnellen Ablauf der Wahl, standen für Fragen zur Verfügung und werteten insgesamt 400 Stimmzettel aus. Dabei wurden sie durch Herrn Wilhelm-Nixdorf unterstützt.
Letztendlich konnten 400 von 498 stimmberechtigten Schülerinnen und Schülern mobilisiert werden, an der Wahl teilzunehmen. Dies ergibt eine Wahlbeteiligung am Niedersächsischen Internatsgymnasium von 80,32 %. Die Wahlbeteiligung am NIGE ist damit erneut geringer ausgefallen als in den Jahren 2013 (96,28 %), 2017 (90,28 %) sowie 2021 (89,88 %). Dies lag vor allem an einer Krankheitswelle, dem Praktikum und Veränderungen in den Kurswahlen in der Oberstufe.
Nach der Auswertung durch die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer wurde folgendes Ergebnis festgehalten:
Bei den Direktkandidaten (Erststimme) konnte sich Frau Siemtje Möller von der SPD mit 149 von 400 gültigen Gesamtstimmen im Wahlkreis 26 durchsetzen.
Bei der Wahl der Zweitstimme ergab sich am Niedersächsischen Internatsgymnasium folgendes Bild:
Insgesamt haben fünf Parteien die 5%-Hürde überschritten. Am erfolgreichsten war die SPD mit 96 Stimmen (24,2 %), gefolgt von der Partei Die Linke mit 85 Stimmen (21,4 %), der CDU mit 68 Stimmen (17,1 %) sowie Bündnis 90/Die Grünen und der AfD, die jeweils 37 Stimmen (9,3 %) erhielten.
Die 5%-Hürde nicht erreicht haben: die FDP mit 13 Stimmen (3,3 %), Die PARTEI mit 17 Stimmen (4,3 %), das Bündnis Sahra Wagenknecht mit 13 Stimmen (3,3 %) sowie sonstige Parteien mit insgesamt 31 Stimmen (7,8 %).
Eine Aufregung bei der Auswertung gab es trotzdem. Der Wahlleitervorsitzende musste nochmal ran, weil die Zahlen nicht passten. Nach großem Grübeln und Nachzählen aller Stimmen stellte er fest: Ein leerer Wahlzettel war der Übeltäter! Viel Aufregung um nichts – aber doppelt zählt besser!
Die Ergebnisse der Erst- und Zweitstimme sollen dazu anregen, diese zu interpretieren, zu vergleichen und innerhalb der Klasse oder im Freundeskreis auszuwerten. Ein Vergleich mit den Ergebnissen der Bundestagswahl 2021 oder 2017 ist dabei ebenfalls möglich. Vielleicht lassen sich Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen der Jugend und der „älteren“ Generation erkennen.
Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlich beim Wahlvorstand, den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, der Fachschaft Politik/Wirtschaft, der Schulleitung sowie den beteiligten Fachlehrkräften für ihre Mithilfe und Kooperation bedanken. Ohne ihr Engagement wäre die Juniorwahl am Niedersächsischen Internatsgymnasium nicht so erfolgreich gewesen.
S. Günther – Betreuende Lehrkraft und Wahlleitervorsitzender der Juniorwahl
















