Der Skikurs 2026
Am Freitag, dem 09.01.2026, fuhren wir, der NIGE Ski-Kurs des 12ten Jahrgangs, zusammen mit ein paar Leuten der Hauptschule, in das bergige Churwalden in der Schweiz.
Die Hinreise
Kurz vor Antritt der Reise konnten die kälteren Brisen und der für Ostfriesland seltene Schneefall nicht auf uns warten und vereiste uns den Weg. Deutschland hatte seit langem nicht mehr so einen kalten und weißen Start ins Jahr wie in diesem. Die Straßen waren spiegelglatt und manche
Flächen waren bis zu 30 Zentimeter hoch mit Schnee bedeckt. Eigentlich doch genau das, weswegen wir auch in die Schweiz fuhren, denkt man sich. Dem war jedoch nicht so. Es gab in der Zeit mehr Unfälle, als Abschleppwagen. Während ein Großteil der Schule sich Dank des unzumutbaren Wetters über Schulausfall freute, war der Ski-Kurs für uns in Gefahr.
Würden wir überhaupt noch losfahren können oder dürfen?
Nachdem Herr Tusche lange Absprachen mit dem Reiseunternehmen gehalten hatte, fuhren wir dann endlich los.
Nach einem Abstecher nach Scheeßel, um weitere Schüler abzuholen, und 21 Stunden Fahrzeit (Pausen mit eingerechnet) kamen wir unversehrt an unserem Hotel an. Dem Lindenhof Hotel.
Die Ankunft
Aus dem Bus ausgestiegen, spürte man schon, dass die Luft dort nicht so feucht war, wie im Norden Deutschlands. Da man in Churwalden auch mit Schnee und Eis zu kämpfen hatte, mussten wir unsere Koffer selbst auf den Berg, wo unser Hotel stand, befördern.
Nach der selbst gestellten Frage, ob es wirklich nur zwanzig Kilo im Koffer sind und dem Gedanken, doch mal ein Gym zu besuchen, waren wir auch schon im Hotel angekommen. Brote, warme Getränke und ein Platz für unser Gepäck standen für uns bereit. Zwar waren die Zimmer noch nicht bezugsbereit, jedoch war dafür auch nicht genügend Zeit, da wir noch auf die Piste wollten. Grade aufgewärmt ging es schon zur Anprobe der Skier, was mehr als nur ein bisschen Zeit in Anspruch nahm, wenn man bedenkt, dass wir 42 Schüler waren. Als dann auch die letzten fertig waren, ging es auch schon los zur Piste. Der Weg zur Bushaltestelle war zwar nicht weit, doch wenn man eine relativ schlaflose Nacht in einem Bus hinter sich hat und zudem nicht wirklich lauffähige Ski-Schuhe trägt, kann aus einem kleinen Spaziergang eine nervenaufreibende Angelegenheit werden.
![]() |
![]() |
![]() |
An der Piste wurden wir auch schon in Gruppen aufgeteilt. Anfängern wurde erst mal gezeigt, wie es sich auf Skiern läuft, wie man bremst und wie man am besten Kontrolle bekommt.
Nachdem wir die paar Stunden auf der Piste mehr als gut genutzt hatten, ging es wieder ins Hotel, wo wir unsere Zimmer beziehen konnten. Die Aufteilung erfolgte schon im Bus, weswegen wir nur noch unsere Schlüssel annehmen mussten. Koffer rein, schnell duschen und in bequeme Kleidung, dann gab es auch schon Abendessen, um 18:30 Uhr.
Im Anschluss an das Essen gab es eine Ansprache, in der es um den nächsten Tag ging. Zudem wurde auch ein Spiel für den ganzen Kurs eröffnet – das Mörder Spiel.
Nachdem man uns noch ein bisschen zum Hotel und zu kommenden Veranstaltungen erzählt hatte, ging es wieder in die Zimmer. Alle haben zu Ende eingeräumt und sind letztendlich in einen Dornröschen Schlaf gefallen. Alle waren fertig vom Tag, zudem wollte man den Schlaf von der vorherigen Nacht nachholen.
So endete der erste Tag unserer Skifahrt.
Unser Alltag
In den Tagen von Sonntag, dem 11.01. bis Mittwoch, dem 15.01 war unser Ablauf :
- 7:30 Uhr Frühstück, bei dem jeder etwas essen musste, da Skifahren anstrengend ist
- 9:00 Uhr in kompletter Ski-Montur vor dem Hotel treffen, um gemeinsam zum Skibus zu laufen
- 12:00 Uhr Mittagspause
- 16:00 Uhr ungefähr wieder beim Hotel sein
- 18:30 Uhr Abendessen, nach dem es im Anschluss immer eine Ansage von Herrn Tusche und eine Gerichtsverhandlung für das Mörder-Spiel gab
- gegen 19:30 Uhr haben sich die Kurse für Referate/Präsentationen getroffen
- 22:30 Uhr Bettruhe.
Bis zur Bettruhe sorgte Hergen, ein Mitarbeiter des Hotels, dafür, dass wir an den Abenden immer eine kleine Veranstaltung hatten. Sei es eine schöne Quiz-Runde mit Gewinnen, oder doch eine Party, um den Aufenthalt dort noch ein mal richtig ausklingen zu lassen. Auch Karaoke oder Kicker-Turniere waren etwas Schönes mit dem ganzen Kurs.
Morgens hatte man sich Brote für die Piste geschmiert und abends wollte man einer der ersten sein, wenn es hieß „Nachtisch“. Manchmal gab es auch kleine Komplikationen mit dem Essen, da es auch noch andere Gruppen im Hotel gab.
Es gab zudem zwei Tage, an denen wir bei der Essenszeit mithelfen sollten. Sei es Wasser auffüllen, Essen nachlegen oder am Ende Tisch abwischen.
Auf der Piste lernte man täglich etwas Neues dazu. Sei es eine neue Art, wie man bremst oder bessere Kurven zieht. Die großen Pisten, die man nur mit der Gondel oder dem Sessellift erreichen konnte, waren erst eher was für die fortgeschrittenen Gruppen, da sie steiler, voller und länger waren. Es war egal, wie hoch der Berg war, den man gleich mit sein Skiern runter fuhr, es gab immer Berge, die größer waren. Solch gewaltige Berge schmückten die ganze Umgebung.
![]() |
![]() |
Der letzte Tag
Am letzten Tag ging es erst um 10:20 Uhr zur Piste, da unsere Zimmer bis 10:00 Uhr verlassen sein
sollten. Es war das letzte Skitag, deswegen erlaubten die Lehrer vielen Schülern, mit ihren Freunden Ski zu fahren, solange die Lehrer auch wussten, dass man selbst Skifahren konnte und nicht direkt in den nächstgelegenen Baum oder Tiefschnee fährt.
Nach dem letzten Pistenbesuch ging es wieder zurück. Alle wollten duschen, jedoch waren für die Massen nicht genügend Duschen vorhanden, da wir keine Zimmer mehr hatten. Zwar gab es welche im Keller und Erdgeschoss, jedoch ging es im Schneckentempo voran, weswegen manche bis zu zwei Stunden warten mussten. Man vergnügte sich die letzten Stunden mit ein paar Gesellschaftsspielen, und um 19:00 Uhr ging es dann mit dem Bus wieder zurück Richtung Heimat. Zu unserem Glück hatten die Minus-Temperaturen seit unserer Ankunft abgenommen, weswegen unsere Koffer nach unten zum Bus gefahren wurden. Das Eis auf den Straßen war weg, weswegen wir dieses Mal nur 18 Stunden gefahren sind.
Dieses Erlebnis und so manche Momente haben den Kurs mehr als nur zusammen gebracht. Man hat neue Bekanntschaften gemacht und den Großteil des Tages miteinander verbracht.
Man war weniger auf Social Media fokussiert und hatte auch einfach mal das Handy weggelegt, weil es etwas Spannenderes gab. Berge, die man in Ostfriesland nicht kennt; Leute, mit denen man sonst nichts zu tun hatte und Unternehmungen, die man sonst nicht machen kann.
Es war eine kleine Pause und eine wunderschöne Reise raus aus dem „Abiturient sein“.
Wir sind die SKIHASEN 2026!
Text und Bilder: Neelke Ostermann und Ingo Tusche
Vlog: Emma Lux und Hannah Oldewurtel



















