Internat

Das Internat stellt sich vor…

Das niedersächsische Internatsgymnasium in Esens wird vom Land Niedersachsen für Schüler und Schülerinnen unterhalten, die aus wirtschaftlichen, familiären, verkehrstechnischen oder schulfachlichen Gründen ein Gymnasium anderer Art nur unter erschwerten Bedingungen besuchen können.

Das Schulgelände liegt in einem Wald am Stadtrand von Esens an der Nordsee. Neben den Schulgebäuden befinden sich die Internatshäuser (Häuser I, II, III, „Maysel“ und „Brösel“) sowie das Wirtschaftsgebäude mit der Küche auf dem ca. 9,5 ha großen Schulgelände. Im Internat können Schüler und Schülerinnen vom 5. – 12. Jahrgang aufgenommen werden. Die Altersstruktur der Schüler und Schülerinnen liegt zwischen 10 – 19 Jahren.

Freizeitaktivitäten unterstützt durch das NIGE-Mobil, Hausaufgabenbetreuung und gegebenenfalls individuelle Förderungsmaßnahmen sind Beiträge, wodurch den Schülern und Schülerinnen zu schulischem Erfolg verholfen und das Internatsleben erleichtert werden sollen. Die pädagogische Betreuung der ca. 120 Schüler und Schülerinnen im Internat wird von Sozialpädagogen, Lehrerinnen und Lehrern wahrgenommen.

Die Schüler und Schülerinnen sind in Einzel- und Doppelzimmern untergebracht, welche z.T. allergikergerecht ausgestattet sind.
Fünf Tage in der Woche besuchen die Schüler und Schülerinnen die Schule. An den Wochenenden geht es je nach Möglichkeit nach Hause, ansonsten findet auch am Wochenende eine Betreuung statt. Die schuleigenen Sportanlagen (2 Sporthallen, Schwimmbad und Sportplatz mit Leichtathletikanlage, Basketballfeld, Beachvolleyballplatz und Soccer-Court ) können zur sportlichen Förderung genutzt werden. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung im Internat betragen monatlich 515,-€. Ein weiteres Schulgeld wird nicht erhoben. Schüler und Schülerinnen, die von den niedersächsischen Inseln kommen , wo kein gymnasiales Angebot besteht, zahlen monatlich 375,- €. Ab der 10. Klasse können die Internatsschüler und Schülerinnen Beihilfen nach dem BAFöG beantragen.

 

Nach einem Artikel des Anzeigers für Harlingerland vom 30.3.2017:

VON KLAUS HÄNDEL Mit der baulichen Ver­bindung der bisher separaten Internatsgebäude ist das Nie­dersächsische Internatsgym­nasium Esens auf künftige Schülerzahlen opti­mal vorbereitet. „Aus drei mach eins“, lautete vor mehr als fünf Jahren die Vision von Schul- und Verwaltungslei­tung, die aus den 1960-er und 1970-er Jahren stammenden Internatsgebäude durch Zwi­schenbauten zu vereinen.

„Baubeginn“, so erklärte Berend Renken, Baugruppen­leiter Staatliches Baumanage­ment, „war am 12. November 2015.“ Die Bauzeit betrug 14 Monate. Beteiligt waren 15 Handwerksbetriebe aus der Region. Gestern nun erfolgte die offizielle Einweihung und Schlüsselübergabe.

Dazu hieß Schulleiterin Anja Renken-Abken Rudolf Schubert und Petra Augstein vom Kultusministerium, Be­rend Renken vom Staatlichen Baumanagement, Landrat Holger Heymann, die Samtge­meindebürgermeister Harald Hinrichs (Esens) und Jochen Ahrends (Holtriem), Karin Emken als Bürgermeisterin der Stadt Esens sowie weitere Gäste willkommen.

Nachdem die Niedersäch­sische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und Holger Heymann, damals noch als Landtagsabgeordneter, das NIGE in den vergangenen Jah­ren mehrfach besucht hatten, der HARLINGER berichtete, wurden am Niedersächsi­schen Internatsgymnasium mehrere Baumaßnahmen auf den Weg gebracht, darunter die jetzt abgeschlossene Ver­bindung der Internatsgebäu­de, erklärte Rudolf Schubert. Es sei jetzt an der Zeit gewe­sen, die Gebäude auf einen zeitgemäßen modernen Stand zu bringen. „Die dafür vom Land Niedersachsen inves­tierten 1,3 Millionen Euro sind gut investiertes Geld“, zeigte sich Schubert über­zeugt und dankte der Schule für die gute Zusammenarbeit, besonders für das Engage­ment des Verwaltungsleiters Theo Vienna während der Umsetzung sowie dem Staatli­chen Baumanagement für die Planung und die terminge­rechte Fertigstellung.

Ebenfalls fertiggestellt ist der neue Klassentrakt am Sek.-I-Gebäude für rund 620 000 Euro. Die Arbeiten zum Einbau eines Fahrstuhls für knapp 200 000 Euro sollen nach den Sommerferien abge­schlossen sein.

Zum Sek.-I-Gebäude er­klärte Rudolf Schubert: „Auch der Schulhof kann im kom­menden Jahr saniert werden.“ Dafür stünden inklusive Ein­bau einer neuen Kanalisation 1,4 Millionen Euro aus Bauerhaltungsmitteln zur Verfü­gung. Hinzu kämen weitere 250 000 Euro für die Ausstat­tung des Sek.-I-Schulhofes mit Geräten.

Den symbolischen Schlüs­sel zur Fertigstellung der jetzt verbundenen, barrierefreien Internatsgebäude mit Forum, Lernstudio, Gemeinschafts­küchen und vielem mehr übergab Berend Renken an Anja Renken-Abken. „Nach der Mittelzusage wurden die Pläne und der Bau erstellt, unter anderem um dem Inklu­sionsgedanken gerecht zu werden.“ Alle Räume seien nun barrierefrei erreichbar.

 

Nach einem Artikel der Ostfriesen-Zeitung vom 3.2.2017:

Text und Fotos von Imke Oltmanns: Eigentlich ist alles fertig: „Ein paar Umzüge und Möblierungen stehen noch aus, aber die Zimmer und das Forum sind bezogen“, sagt Jan-Bernd Strauß, Inter­natsleiter am Niedersächsi­schen Internatsgymnasium Esens . Er selbst und Schulleiterin Anja Renken-Abken sind sichtlich stolz bei einem Gang durch die neuen Gebäude und Räume. Es ist die Rede von einem „Hauch von Luxus“.

Internat Neubau 217

 

Auf dem Gelände der Schule entstanden zwei Ver­bindungsbauten zwischen den Wohnhäusern. Niemand braucht mehr bei Wind und Wetter vor die Tür, um von einem Gebäude ins nächste zu gelangen. Außerdem wur­de durch die Zwischentrakte neuer Raum gewonnen: 500 zusätzliche Quadratme­ter Grundfläche stehen den Internatsschülern jetzt zur Verfügung, im Forum etwa, einem Aufenthaltsraum, den die Schüler selbst möblieren durften. Nach einem gemein­samen Ausflug in ein Möbel­haus finden sich dort jetzt Entspannungs- und Spielbe­reiche, ergänzt um eine klei­ne Küche. An den Wänden Bilder der ostfriesischen In­seln – von dort kommt ein Großteil der Kinder und Ju­gendlichen. Insgesamt bietet das Internat Platz für 120 Schüler.

Die 16 Jahre alte Ronja ist erst vor kurzem von Norderney  ans  NIGE  gekommen und hat sich nach eigenem Bekunden flott eingelebt. „Ich hätte nie gedacht, dass man sich hier so schnell ken­nenlernt“, sagt sie. Das neue Forum scheint dabei eine nicht unwichtige Rolle zu spielen. „Wir sitzen fast jeden Abend hier, das ist viel schö­ner, als in den Zimmern“, sagt sie, begleitet von nach­drücklichem Nicken ihrer drei Mitschülerinnen Efke, Hanna und Lena.

Außer dem Forum sind durch die Zwischenbauten auch ein Raum für ungestörtes Lernen sowie Zimmer für Besprechungen und Erzieher entstanden. Das Internat wurde im Zuge des Anbaus auch energetisch sa­niert, betont Schulleiterin Anja Renken-Abken.

Für die Baukosten von 1,6 Millionen Euro kommt als Träger der Schule das Land auf. Die Abstimmungen mit der Landesbehörde über die Umbaupläne hatten ei­nen langen Vorlauf. Sie be­gannen im Jahr 2009. Tat­sächlicher Baubeginn war im Dezember 2015.