NIGE als Humanitäre Schule ausgezeichnet

Foto: Marek Kruszewski

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Text: (nut/gms) „Schule ist ein Ort des Lernens. Dazu gehört auch, soziale Kompeten­zen zu erwerben und Ver­antwortung zu überneh­men. Sich für Schwächere einzusetzen, ist eine Stär­ke. Das habt ihr auf ganz vorbildliche Weise unter Beweis gestellt: Ihr habt euch intensiv mit dem Hu­manitären Völkerrecht auseinandergesetzt und ein eigenes soziales Projekt   auf die Beine ge­stellt.“

Das sagte Hans Hart­mann, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)-Landesverbandes Niedersachsen, zur Begrü­ßung der rund 600 Teil­nehmer der Zertifizie­rungsfeier im Cinemaxx Hannover, bei der er das Engagement von rund 2 000 Schülerinnen und Schüler aus 53 niedersächsischen Schulen, die sich in diesem Jahr an der Kampagne „Humanitäre Schule“ beteiligt haben, würdigte. Zu den Zertifizierten Schulen gehört auch das Niedersächsische Inter­natgymnasium Esens (NI­GE). Auch deren Vertreter erhielten in dieser Woche das Zertifikat „Humani­täre Schule“.

Hans   Hartmann   bedankte sich auch bei den Lehrkräften, die die Kam­pagne in ihren Schulen umgesetzt und begleitet haben. Sie ist vor elf Jah­ren vom Jugendrotkreuz des DRK-Landesverbandes Niedersachsen ins Le­ben gerufen worden. Mitt­lerweile haben sich rund 12 000 Schülerinnen und Schüler daran beteiligt.

Um als „Humanitä­re Schule“ ausgezeichnet zu werden, mussten die Schüler zum einen am Planspiel h.e.l.p. teilneh­men, bei dem sie einen kriegerischen Konflikt in den fiktiven Regionen „Malea und Lufar“ zu lö­sen hatten und dabei die Grundzüge des Humanitä­ren Völkerrechts kennen lernten. Zum anderen mussten sie ein eigenes so­ziales Projekt auf die Bei­ne stellen. So organisierte zum Beispiel die Luther­schule aus Hannover ein Benefizkonzert zugunsten ihrer Partnerschule in Ke­nia. Viele Projekte be­schäftigten sich in diesem Schuljahr auch mit dem Thema „Flüchtlinge“. Die KGS Leeste etwa überleg­te sich, über Patenschaf­ten, die Betreuung und In­tegration von Flüchtlingen in   ihrer   Gemeinde   zu unterstützen. Auch die BBS Fredenberg aus Salz­gitter arbeitete an einem Konzept, wie Flüchtlings­kindern und -jugendlichen sowohl die deutsche Spra­che als auch kulturelle Be­sonderheiten vermittelt werden können. Die Han­delslehranstalt Hameln organisierte eine Teddy­bär-Sammelaktion. So soll jedes Flüchtlingskind in ihrem Ort als Willkom­mensgruß einen Teddybä­ren erhalten. Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymna­sium Herzberg brachte ein Theaterstück, das sich mit Ausgrenzung und Vor­urteilen gegenüber Flücht­lingen auseinandersetzt, auf die Bühne. Auch die Vizepräsidentin des DRK-Bundesverbandes Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg war gekom­men und hielt einen Gast­vortrag zum Thema DRK-Flüchtlingsarbeit.

 

Nach einem Artikel der Zeitung: „Guten Morgen Sonntag“ vom 28.6.2015

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