Leben am Meer: Das Expo-Projekt des NIGE

In dem Projekt Leben-Am-Meer sollen die Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung für die Region Ostfriesland untersucht werden, einer Region, die traditionell als strukturschwach gilt, weil sich kaum Industrie entwickelte und der Tourismus den chronischen Mangel an Arbeitsplätzen, der durch den Rückgang der traditionellen Wirtschaftszweige Landwirtschaft und Fischerei verstärkt wurde, nicht kompensieren konnte.

Die Leitfrage für unser Projekt lautet:
Welche Chancen gibt es, die Ressourcen der Region Ostfriesland – qualifizierte Arbeitskräfte, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, weitgehend intakte Landschaft, kulturelle Identität usw. – zu einer eigenständigen, ökologische Erfordernisse berücksichtigenden Entwicklung der Region zu aktivieren?

Zu den Projekten

Präsentation des NIGE

In der EXPO-Phase, Juni bis Oktober 2000, wollen wir uns und unsere gesamte Region der Öffentlichkeit als Gastgeber präsentieren und dabei unsere regionalen und internationalen Schulpartner einbeziehen. Auf unserer Projektarbeit und den Erfahrungen aus der Erprobungsphase basierend sind verschiedene Formen der Präsentation unserer Arbeitsergebnisse vorgesehen.

  • ein internationales Lehrersymposion
  • ein 1-2 wöchiges Summercamp mit Schülerinnen und Schülern unserer internationalen Partnerschulen auf dem Internatsgelände
  • eine Sternfahrt mit den Teilnehmern des Summercamps und den Inselschülern zur EXPO nach Hannover
  • Präsentation verschiedener Projekte unter medialer Begleitung (Film, Internet usw.) in Esens und ggfs. in Hannover
  • Land-Art-Ausstellungen und Projekte im Wattenmeer und auf den Inseln
  • Erstellung eines Programms für Touristen (speziell jugendliche Touristen) bezogen auf unsere EXPOnate
  • Einbindung der EXPOnate des NIGE in die „Esenser Ferienspiele“, um vor Ort wohnende Jugendliche über den Rahmen unserer Schule hinaus in die Projekte einzubeziehen

Ziele der EXPO 2000

Hauptziel ist die Entwicklung eines projektbezogenen Schulcurriculums. Dazu gehören:

  • die Aufnahme realer, für die Region wichtiger Fragestellungen als Problemstellungen schulischer Arbeit, die Entwicklung von Lösungen bzw. Lösungsansätzen für die Region;
  • die Erprobung fächerverbindenden und fächerübergreifenden Lernens in der Sek. I und Sek. II und die Gruppierung von Kursen der Sek. II zu projektbezogenen Profilen;
  • die Einbeziehung außerschulischer Lernorte in den Betrieben und Institutionen in die Arbeit am Internatsgymnasium;
  • eine enge Kooperation mit den benachbarten Schulen auf den ostfriesischen Inseln sowie mit den Partnerschulen im Ausland;
  • die Nutzung neuer Kommunikationsmedien zur Informationsbeschaffung und zum Austausch von Arbeitsergebnissen mit den Partnerschulen im Ausland;
  • Einbeziehung der außerschulischen Partner in die pädagogische Arbeit am Internatsgymnasium durch Evaluationen im Rahmen sog. Runder Tische am Ende eines Schuljahres;
  • Evaluation, Dokumentation und langfristige Sicherstellung unseres Profils und des Konzeptes der lernenden Schule;
  • durch die Thematik Leben am Meer und die Bezogenheit auf die Region die Rolle des Multiplikators für die Inselschulen und die benachbarten Schulen auszubauen und zu vertiefen.

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