Axel Heinze erhält „Silbernen Bären“

Nach einem Artikel im Anzeiger für Harlingerland vom 13.1.2014

Axel Heinze erhält „Silbernen Bären“

Seit mehr als vier Jah­ren erforschen Schüler des NIGE unter Leitung von Axel Heinze (2. v. I.) und Neels Determann (hinten Mitte), im Bild mit Schulleiterin Pe­tra Palenzatis (r.), Pingo-Ruinen in Ostfriesland. Dafür wurden sie 2012 und 2013 mit dem Umweltpreis der Sparda-Bank Münster ausge­zeichnet.

Seit mehr als vier Jah­ren erforschen Schüler des NIGE unter Leitung von Axel Heinze (2. v. I.) und Neels Determann (hinten Mitte), im Bild mit Schulleiterin Pe­tra Palenzatis (r.), Pingo-Ruinen in Ostfriesland. Dafür wurden sie 2012 und 2013 mit dem Umweltpreis der Sparda-Bank Münster ausge­zeichnet.                                                   Foto K. Händel

VON KLAUS HÄNDEL

Höhepunkt des gestri­gen Neujahrsempfangs der Stadt Esens war die Ehrung eines verdienten Bürgers mit dem „Silbernen Bären“ der Stadt. Waren es in den vergan­genen drei Jahren Gruppen, die diese höchste Auszeich­nung, welche die Stadt Esens zu vergeben hat, überreichte Bürgermeister Haus Wilbers die Figur diesmal an die Ein­zelperson Axel Heinze.

In mehr als 25 Jahren Mit­gliedschaft in den Räten habe er viel für die Entwicklung der Stadt und der Samtgemeinde getan. Doch das habe nach den Richtlinien für die Verlei­hung nicht berücksichtigt werden dürfen. Ausgezeich­net wurde Axel Heinze für sein ährenamtliches Engagement als Heimatforscher. „In dei­nem Bestreben, der Nachwelt ihre Landschaft, ihre Heimat näherzubringen, hast du, lie­ber Axel, mit deinem Engage­ment gezeigt, in welch einzig­artigem Landstrich wir hier le­sen dürfen“, betonte Bürger­meister Klaus Wilbers in sei­ner Laudatio.

Im Frühjahr vergangenen Jahres wurde Axel Heinze das Indigenat der „Ostfriesischen Landschaft“ verliehen. Es ist die höchste Auszeichnung, die die Landschaft vergeben kann und wird Personen verliehen, die sich um Ostfriesland besonders verdient ge­macht haben. „In diesem Fall waren es deine Verdienste zur Heimatforschung“, so Wil­bers. „Diese Verleihung bestä­tigt auch unsere Einschätzung zu deinem vielfältigen Engagement, nicht nur für Ost­friesland, sondern insbeson­dere für unsere Bärenstadt und die Nachbargemeinden.“ Axel Heinze besuchte die Volksschule, in heutigen Be­griffen die Hauptschule, und hatte einen Beruf gelernt. Doch schon bald merkte er, dass er mehr wollte. In drei Jahren Abendschule holte er die Mittlere Reife nach. Es folgte das Abitur auf einem Kolleg in zweieinhalb Jahren, was sicherlich auch nicht ein­fach war. Dann Zivildienst, Heirat und Studium, als er schon Familienvater war. Axel Heinze wollte Lehrer werden. In Esens fand er eine Heimat und am NIGE in den Fächern Geografie und Mathematik eine Stelle. Durch sein Hobby, Pilze sammeln, fand er den Weg in die Natur. Als Geograf begann er, Fakten zu sam­meln, bis heute mehr als 30 Jahre lang.

Es nahm für Bürgermeister Klaus Wilbers gestern schon ein wenig Zeit in Anspruch, die Vielzahl der Tätigkeiten und Ehrenämter aufzuzählen, ohne Anspruch auf Vollstän­digkeit: Seit 1972 Mitglied im Nabu, seit 1982 im Heimatver­ein, Wallheckenkommission, Aufbau des Heimatmuseums in der Peldemühle, Forschun­gen zur Heimatgeschichte, dazu archäologische Funde im Watt, Dynamik der Ostfrie­sischen Inseln, Klöster in Esens, Ortschroniken, Pingo-Ruinen, Pflanzen- und Pilzkartierungen für die „Rote Lis­te“ und mehr. Hinzu kommen viele Publikationen. „Für die­ses ehrenamtliche Engage­ment möchte ich dir im Na­men der Stadt Esens meinen tief empfundenen Dank aus­sprechen“, so Klaus Wilbers.

Axel Heinze selbst habe einmal gesagt, er sammle Fak­ten, um dieses Land zu verste­hen. „Es ist wie ein Puzzle: Je mehr Teile du hast, desto deutlicher wird das Bild und desto besser kannst du Dinge einordnen. Heinze: „Ich war immer ein Esel, um den Karren zu ziehen, aber dann kann man auch die Richtung bestimmen.“

Die Urkunde verlas Stadt­direktor Jürgen Büß. Heinze bescheiden: „So viel habe ich doch gar nicht getan.“

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