NIGE-Erweiterung kostet 26 Millionen Euro

Am Niedersäschischen Internatsgymnasium Esens soll wieder gebaut werden. Durch die Rückkehr von G 8 zu G 9 steigt der Raumbedarf. Für den Übergang stehen die ersten Schulcontainer bereit, zeigen v. l. Schulleiterin Anja Renken-Abken, Konrektor Tjark-Fokken Emken und Verwaltungsleiter Theo Vienna Text und Bild: Klaus Händel

Auf dem Gelände des Niedersächsischen Internatsgymnasiums Esens soll wieder gebaut werden. Das erklärten Schulleiterin Anja Renken-Abken, Konrektor Tjark-Fokken Emken und Verwaltungsleiter Theo Vienna am Mittwoch in einem Pressegespräch.

„Durch die Rückkehr von G 8 zu G 9, sprich dem Abitur nach 13 Jahren, und den Schülerzahlen hat sich der Raumbedarf erhöht“, erklärt Anja Renken-Abken. Schon jetzt sei das NIGE vergleichbar mit einer kleinen Stadt mit etwa 100 Haushalten. Und diese Stadt wachse weiter, zeigt Theo Vienna die bauliche Entwicklung des Internatsgymnasiums auf.

Ein neues Gebäude soll den jetzigen Pavillon ersetzen. „Es wird größer und dreistöckig“, erklärt Vienna. Darin sollen sechs Unterrichts- oder Klassenräume sowie drei Fachräume für die Naturwissenschaften untergebracht werden. Hinzu kommt der Bau einer neuen Sporthalle.

Die Kosten für den Ersatzbau beziffert Theo Vienna auf 19,5 Millionen Euro. „Darin enthalten sind verschiedene Maßnahmen zur Sicherstellung und Umsetzung der Inklusion, unter anderem sieben Aufzüge für die Barrierefreiheit, sowie die Neu- und Umgestaltung der naturwissenschaftlichen Räume nach heutigen Erfordernissen“, so der Verwaltungsleiter. Der Bau der neuen Sporthalle – eine moderne Zweifachhalle – kommt mit weiteren 6,5 Millionen Euro „on top“, sodass die Gesamtinvestition 26 Millionen Euro betragen wird.

Laut Verwaltungsleiter und Schulleitung des NIGE ist die baufachliche Beratung durch die zuständigen Behörden bereits abgeschlossen. Sind auch die Detailplanung und Ausschreibungen abgeschlossen und die Finanzierung steht, könnte die Sporthalle in den Jahren 2023/2024 sowie das große Paket der Ersatzbaumaßnahme 2023/2024 realisiert werden, hoffen die Verantwortlichen des NIGE.

Für den Übergang stehen jetzt die ersten fünf Container mit vier Klassenräumen plus Sanitäreinheiten und einem Biologie-Fachraum bereit. Die Container-Klassenräume wurden in den Sommerferien aus modularen Einheiten aufgebaut und wie ein normaler Klassenraum mit allem für den Unterricht Notwendigen ausgestattet, erklärt Tjark-Fokken Emken. Dazu zählen Tische, Stühle und sonstiges Mobiliar sowie WLAN in jedem Raum, Active Panels (interaktive, internetfähige elektronische Wandtafel), aufklappbare Whiteboards (interaktive Tafel), LED-Licht unter der Decke und Außen-Jalousien zur Beschattung. Erste Nutzer dieser Schulcontainer sind die Klassen des 10. Jahrgangs. Weil durch den Abriss des Pavillons und den geplanten Ersatzbau weiterer Raumbedarf entsteht, wird die Anzahl der Container noch steigen.

Nach einem Artikel des Anzeigers für Harlingerland vom 27.08.2020

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