Erasmus+-Projekt: SchülerInnen des NIGE erkunden Massentourismus in Spanien
Im Rahmen des von der Europäischen Union finanziell unterstützten Erasmus+-Programms nahmen 10 Schülerinnen und 3 Schüler des NIGE am bilateralen Projekttreffen in Torre-Pacheco, Spanien, teil. Begleitet wurden sie von Frau Herden und Herrn Apke. Das einjährige Projekt „Mass tourism: curse or blessing?“ beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Massentourismus auf Umwelt, Gesellschaft und Stadtentwicklung.
Bereits vor der Reise begannen die SchülerInnen ihre Projektarbeit digital vorzubereiten. Sie machten sich mit verschiedenen Kommunikationsplattformen vertraut, knüpften erste Kontakte zu ihren spanischen Austauschpartnern, erstellten Vorstellungsvideos und recherchierten arbeitsteilig zu unterschiedlichen Aspekten des Massentourismus. Ihre Ergebnisse bereiteten sie auf Englisch auf.
In Torre-Pacheco präsentierten die SchülerInnen ihre vorbereiteten Recherchen und diskutierten gemeinsam mit Lehrern und Schülern der gastgebenden Schule.
Ein besonderes Highlight war die offizielle Begrüßung im Ratssaal der Stadt. Neben einem herzlichen Empfang hatten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, mit dem Bürgermeister über die Bedeutung des Tourismus für Torre-Pacheco zu sprechen.
Im Anschluss erkundeten die SchülerInnen zusammen mit ihren spanischen Gastschülern das Stadtzentrum. In gemischt-nationalen Gruppen dokumentierten sie Sehenswürdigkeiten, touristische Angebote, öffentliche Plätze, Parks, Märkte und Hotels und erhielten so weiterführenden Informationen zu dem Projektthema. Die Ergebnisse hielten sie in einer Fotodokumentation fest – mit Titel, Ortsangabe und erklärenden Kommentaren.
In Cartagena setzten sich die Teilnehmenden mit urbanem Tourismus auseinander, besuchten touristische Hotspots und führten in gemischten Gruppen Umfragen unter Einheimischen und Besuchern durch.
Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in Gruppen ausgewertet und digital festgehalten. Ein weiterer Schwerpunkt war die Erkundung der Küste von Cabo de Palos. Die SchülerInnen untersuchten die geographischen und räumlichen Veränderungen durch den Tourismus, verglichen aktuelle Küstenlinien mit historischen Aufnahmen und analysierten die zunehmende Urbanisierung sowie infrastrukturelle Veränderungen bei La Manga.
Auf dem Rückweg durch das Naturschutzgebiet Calblanque erhielten sie Einblicke in Konzepte des „sanften Tourismus“ und diskutierten alternative, nachhaltige Formen touristischer Nutzung.
Die Mobilität wurde abschließend durch ein interaktives Online-Seminar u.a. mit Studenten der Tourismusschule Murcia ergänzt. Nach einer Präsentation zur Situation des Tourismus am Beispiel der Landzunge La Manga bearbeiteten die SchülerInnen in Kleingruppen Aufgaben zum nachhaltigen Tourismus in der Region Murcia.
Alle Ergebnisse aus den Exkursionen und dem Online – Seminar wurden auf einem gemeinsamen Padlet gesammelt, zusammengetragen und kommentiert.
Am letzten Projekttag präsentierten die SchülerInnen ihre vorläufigen Ergebnisse und standen den teilnehmenden Schülern und Lehrern für Rückfragen zur Verfügung. Zum Abschluss stimmten sich alle Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit dem Singen eines spanischen Weihnachtsliedes auf die Ferien und Festtage ein.
Die Begegnung in Spanien war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung: Sie bot nicht nur Einblicke in die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Massentourismus, sondern förderte auch interkulturelles Verständnis, Teamarbeit und sprachliche Kompetenzen. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Bildung, Forschung und kultureller Austausch Hand in Hand gehen können – und macht Lust auf die Fortsetzung im kommenden Jahr im Esens.
Text und Fotos: Ulrich Apke















































