„Be real Changemakers“ – Ein starkes Finale unseres Erasmus-Projekts
Mit der vierten und letzten Begegnung ging im Januar das zweijährige, multilaterale Projekt „Be real“ im Rahmen des von der Europäischen Union finanziell unterstützten und geförderten Programms Erasmus+ zu Ende. Nach Stationen in Piacenza (Italien), Debrecen (Ungarn) und bei uns in Esens fand vom 17. bis 24.01.2026 die Abschlussmobilität in Bornem (Belgien) unter dem Motto „Be real Changemakers“ statt. Hieran nahmen vonseiten des NIGE neun Schülerinnen aus den Jahrgängen 10 und 11 teil, begleitet von Frau Geistert und Frau Tonn.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie junge Menschen Gesellschaft aktiv und ganz konkret mitgestalten können.
In Vorbereitung auf diese internationale Zusammenkunft bereiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Erasmus-AG Interviews mit ihren persönlichen „Local Heroes“ vor – Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und damit im Alltag einen Unterschied machen. Hieran beteiligten sich für die deutsche Gruppe dankenswerterweise Mitglieder bzw. Mitarbeiter der DLRG, der Deutschen Teddy-Stiftung, der Kleiderkammer, der Jugendfeuerwehr, des Leinerstifts und der Irma Waalkes Stiftung.
Die Jugendlichen beschäftigten sich mit der Motivation der Ehrenamtlichen, aber auch mit den Herausforderungen freiwilliger Arbeit, und stellten ihre Ergebnisse digital zusammen.
Vor Ort erwartete die Gruppe ein abwechslungsreiches Programm: Zunächst präsentierten die belgischen, deutschen, italienischen und ungarischen Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsergebnisse, diskutierten Gelingensbedingungen und Hemmnisse und entwarfen Ideen für vermehrte Beteiligung von Jugendlichen im Bereich der Ehrenamtsarbeit. Ihre Erkenntnisse und Wünsche für Partizipationsmöglichkeiten im politischen und gesellschaftlichen Bereich stellten sie anschließend der Bürgermeisterin und dem Stadtrat von Bornem bei einem Besuch im Rathaus vor.
Praktische Erfahrungen mit Freiwilligenarbeit konnten alle inter-nationalen Schülerinnen und Schüler am Mittwoch sammeln, indem sie etwa regionale Umweltschutzinitiativen bei der Reinigung von Parkplätzen im Stadt-gebiet unterstützten.
Ein echtes Highlight war der Besuch im Europäischen Parlament in Brüssel. Bei einer Führung erweiterten die Teilnehmenden ihr Wissen über die Entstehung der Europäischen Union sowie deren Werte und Organisationsstrukturen. Dabei erkannten sie, wie herausfordernd sich die Zusammenarbeit von 27 verschiedenen Staaten gestalten kann, aber insbesondere auch, wie bedeutsam es ist, aktiv und gemeinschaftlich den Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen, selbst wenn es dafür gilt, Einzelinteressen zurückzustellen, um tragfähige Kompromisse zu entwickeln.
Auch der Blick in die Geschichte kam nicht zu kurz: Im STAM, dem Stadtmuseum von Gent, setzten sich die Teilnehmenden mit Bürgerbeteiligung früher und heute auseinander und entwickelten im Nachgang in einer Zukunftswerkstatt eigene Ideen, wie Jugendliche sich heutzutage stärker in die Entwicklung ihres Umfelds einbringen können.
Abgerundet wurde die Woche durch einen Workshop zur Arbeit des flämischen Jugendparlaments in Kooperation mit seinen inter-nationalen Partnern sowie durch eine gemeinsame Abschlussreflexion. Dabei wurde deutlich, wie sehr das Projekt nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Haltung geprägt hat: Mut, Verantwortung zu übernehmen, eigene Ideen zu entwickeln und sich einzumischen.
Damit endet das Erasmus+-Projekt „Be real“, in dem die beteiligten Schülerinnen und Schüler auf internationaler Ebene vielfältige bereichernde Erfahrungen sammeln konnten zum Wohle der sozialen Integration, der politisch-gesellschaftlichen Partizipation, des Umweltschutzes und des persönlichen Wohlbefindens.
Das Erasmus-Team (Herr Apke, Frau Geistert, Frau Junkmann, Herr Stekker, Frau Tonn) hofft, dass die Teilnehmenden auch in Zukunft dazu motiviert sein werden, Gesellschaft aktiv mitzugestalten.
Text und Fotos: Hannah Geistert und Kati Tonn
















