Bericht zur Wochenend -Akademie 2026

Nehmen wir doch mal das Stichwort „Hasen“ für das Resümee der Wochenend-Akademie 2026. Denn irgendwie fand ich die Hasen in allen drei Workshops, an denen insgesamt 30 Kinder teilnahmen.

Im Workshop „Stop-Motion-Film“ bei Frau Menz dienten Schoko-Osterhasen als Übungsmaterial dazu, die wichtigsten Schritte zur Erstellung eines Stop-Motion-Filmes kennenzulernen. Er wurde Schritt für Schritt ausgepackt, in den einzelnen Schritten abgelichtet und das Ganze zu einem zusammenhängenden Film verarbeitet. Durch die Technik konnte der Schoko-Osterhase dann auch wieder eingepackt werden. So vorbereitet ging es an die Umsetzung der eigenen Filmideen und derer gab es viele, war mein Eindruck. Interessant fand ich das selbstgebastelte Stativ aus einem alten Karton, in dem das IPAD einen festen Platz hatte und der Regisseur mit den Materialien nur vor der Kamera agieren musste. Es hat allen viel Spaß gemacht, ihre eigenen Lieblingsfiguren oder -tiere zum Leben zu erwecken und es wurden z.B. für den Film „Die Baustelle“ über 500 Einzelbilder geschossen. Schon beeindruckend, was letztendlich den Eltern vorgeführt werden konnte!

Wie alte Hasen! Das dachte ich, als ich die Aufführung des Theater-Workshops bei Frau Mühlenbrock besuchte. Die insgesamt 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren auf 5 Sketche verteilt worden (teilweise auch durch Zulosung). Aber mein Eindruck als Zuschauerin: Alle füllten ihre Rollen mit großer Energie und Spielfreude! Und das merkte man bei der Aufführung sehr, da sie – eben wie alte Hasen, da haben wir wieder die Hasen (s.o.) – auch kleinere Unsicherheiten oder Verhaspelungen wie „alte Hasen“ auf der Bühne überspielten und mit dem Publikum interagierten. Herrlich auch die Inhalte der einzelnen Sketche: Die nervige Pizza-Bestellung von einer Unentschlossenen auf Umwegen, nämlich über eine genervte Freundin; oder die Brüder beim Immobilienmakler, welcher das marode Anwesen in der Anzeige in solch verschönernde Beschreibungen verpackte, dass die Verkäufer sich letztendlich dafür entschieden, es doch lieber zu behalten; oder die Rechenaufgabe, von der das Kind nur die Sinnhaftigkeit erfahren wollte, die Familie aber damit beschäftigt war, sie mit unmöglichen Beispielen zu erklären; oder die Lehrerin, die in einem Telefongespräch mit einer 5-Jährigen völlig verzweifelte; oder das Märchen „Aschenputtel“, das mal wieder völlig neu aufgelegt wurde und eher eine sportliche Übung für die Schauspieler bedeutete. Das Publikum zeigte große Begeisterung!

 

Im Workshop Japanisch bei Frau Weissig wurden die Kinder schon einmal mit personalisierten Arbeitsbögen empfangen, d.h. ihre Namen waren mit japanischen Buchstaben oder besser ausgedrückt mit japanischen Silben geschrieben, die manchmal aussahen wie sitzende Hasen (vgl. Silbe „wa“). Da hätten wir also wieder die Hasen (s.o.).  Alle mussten sich im Nachmalen und -zeichnen der Silben üben. Ein Ausflug in die japanische LernApp-Welt zeigte den Kindern Möglichkeiten auf, selbst weiterzulernen. Der Höhepunkt war die Ausstellung eines „japanischen Passes“, dem Original nachempfunden, und letztendlich die Unterschrift mit Hilfe eines Stempels aus einem Holzblöckchen und aufgeklebtem Moosgummi-Buchstaben, die von den Teilnehmern selbst fabriziert wurden. Natürlich konnten die Erzeugnisse dann auch stolz mit nach Hause genommen werden. Apropos stolz: „Ich  bin nun der einzige aus der Familie, der Japanisch kann“, schrieb ein Teilnehmer hinterher auf den Evaluationsbogen.

Vielen Dank an die Workshopleiterinnen für die tollen Ideen und Umsetzungen, die Begeisterung der Kinder (und der Eltern bei der Präsentation) hat den Aufwand wieder wettgemacht!

Text und Bilder: Elise Bessert