Facing Climate Change Together – Erasmus-Fahrt nach Cerisy-la-Salle

Eine Woche lang beschäftigten sich 23 Schülerinnen und Schüler der Französischkurse des 8. und 9. Jahrgangs des NIGE gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern aus der Normandie mit einer der zentralen Herausforderungen unserer Zeit: dem Klimawandel. Unter dem Titel „Facing Climate Change Together“ fand vom 04. bis 11. März 2026 ein Projekttreffen in Cerisy-la-Salle statt, bei dem Umweltbildung und interkulturelles Lernen im Mittelpunkt standen.

Die bilaterale Schülermobilität wurde im Rahmen des von der Europäischen Union finanziell unterstützten und geförderten Programms Erasmus+ durchgeführt und von Frau Canterino und Frau Geistert begleitet.

Bereits in den Monaten vor der Reise hatten sich die Jugendlichen virtuell kennengelernt und in Gruppen Präsentationen und Videos zu ihrer Region, ihrem Schulalltag und zu nachhaltigen Lebensgewohnheiten vorbereitet.

Vor Ort konnten diese ersten Kontakte dann weiter vertieft werden: Nach einer Schulführung und verschiedenen Kennenlernaktivitäten standen zunächst der Vergleich der deutschen und französischen Schulsysteme sowie der Austausch über ökologische Maßnahmen im Schulalltag im Mittelpunkt. Anschließend erkundeten die deutsch-französischen Gruppen das Umfeld der Schule und betrachteten dabei auch, welche Ansätze zum Umweltschutz sich in Infrastruktur, Geschäftswelt und öffentlichen Initiativen vor Ort erkennen lassen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Woche lag auf Exkursionen in die beeindruckenden Küstenlandschaften der Normandie.

Beim Besuch der berühmten Weltkulturerbestätte Mont Saint-Michel erfuhren die Schülerinnen und Schüler nicht nur etwas über die Geschichte der Abtei, sondern vor allem auch über die ökologischen Herausforderungen der Bucht und die Maßnahmen gegen ihre Versandung. Eine geführte Wattwanderung machte das außergewöhnliche Gezeitengebiet mit dem europaweit größten Tidenhub von bis zu 15 Metern unmittelbar erlebbar und lud gleichzeitig zum Vergleich mit der ostfriesischen Nordseeküste ein.

Ein weiterer Höhepunkt war die Exkursion in das Inselarchipel von Chausey.

Unter fachkundiger Begleitung setzten sich die Jugendlichen dort mit den Auswirkungen des Klimawandels auf fragile Inselökosysteme und Biodiversität auseinander. Dabei beobachteten sie die Tierwelt, dokumentierten Strandfunde und sammelten Eindrücke zu nachhaltigen Tourismuskonzepten wie dem sogenannten „Slow Tourism“.

Zurück in der Schule vertieften die Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke fachlich und entwickelten in Workshops in gemischtnationalen Gruppen Zukunftsszenarien zum Klimawandel und eigene Ideen zum Klimaschutz. Die Ergebnisse wurden in Form von Postern, Infografiken und kurzen Erklärvideos gestaltet. Zum Abschluss der Projektarbeit präsentierten die Teilnehmenden ihre Arbeiten und brachten gemeinsame Wünsche und Absichten bezüglich stärkeren Engagements für den Klimaschutz zum Ausdruck.

Neben vielen neuen Erkenntnissen über Umwelt- und Klimafragen nahmen die Schülerinnen und Schüler vor allem auch zahlreiche interkulturelle Erfahrungen, neue Freundschaften und viele gemeinsame Erinnerungen mit nach Hause.

Besonders wertvoll war dabei die intensive Sprachpraxis: In der Zusammenarbeit mit den französischen Partnerinnen und Partnern konnten die deutschen Schülerinnen und Schüler ihre Französisch- und Englischkenntnisse im Alltag anwenden und spürbar erweitern, sowohl in gemeinsamen Arbeitsphasen und bei Diskussionen als auch beim informellen Austausch außerhalb des Programms und in den Gastfamilien.

Der Gegenbesuch der französischen Gruppe in Ostfriesland Mitte Juni wird daher bereits mit Vorfreude und Spannung erwartet.

Text: Hannah Geistert

Fotos: Astrid Canterino, Hannah Geistert, Julien Macé