POL&IS am NIGE

Die Schüler/innen des 12. Jahrgangs nahmen vom 13. – 16. Januar an der sogenannten POL&IS Simulation (Politik und Internationale Sicherheit) unter der Leitung von Jugendoffizieren der Bundeswehr sowie den betreuenden Lehrkräften teil.

Nach einer Einführung wurden dabei die Schüler/innen per Losverfahren in verschiedene Regionen unterteilt, bspw. Europa, Zentralasien, Russland, Nordamerika usw. In den jeweiligen Regionen konnte hat jeder Schüler/jede Schülerin eine bestimmte Rolle. So gab es einen Regierungschef, einen Umweltminister, einen Wirtschaftsminister und einen Staatsminister, der für die außenpolitischen Belange der Region zuständig war.

Zudem hatten die Schüler/innen anfangs die Chance, sich für eine andere Rolle aufstellen zu lassen, wie die Weltbank, die Weltpresse, Nichtregierungsorganisationen (z.B. Greenpeace) und das UN-Generalsekretariat. Die POL&IS Simulation war in verschiedene Jahre aufgeteilt, diese wiederum in verschiedene Phasen.

Anfangs bekam jede Region von der Weltpresse eine Nachricht, ein spezielles Problem, was es zu beheben galt. Während der jeweilige Regierungschef sich hierzu eine Lösung ausdachte und diese ausformulierte, navigierten die Minister ein nationales Miteinander. Die verschiedenen Rollen wurden in verschiedene Räume aufgeteilt mit der Aufgabe, die Interessen der Region so gut wie möglich zu vertreten.

Die Probleme basierten dabei stets auf realen Situationen, so gab Cyberangriffe, Rassismus oder sanitäre Krisen zu bekämpfen und dabei mit den anderen Regionen und Ministern zusammenzuarbeiten, was die Komplexität der Prozesse verdeutlichte. Hinzu kamen Versammlungen der Regierungschefs und Umweltminister aller Regionen, die unter der Leitung des UN-Generalsekretariats über weltweite Probleme, wie den wachsenden Müllberg oder die globalen Plastikstrudel, verhandeln und Lösungen entwickeln sollten. Gerade zu diesem Thema äußerten sich die NGOs mit Protesten und anderen Aktionen, die das Umweltbewusstsein der Schüler/innen nachhaltig prägten.

Begleitet wurden die Regionen stets von der Weltpresse, die die Schüler/innen durch ihre Berichte über die Geschehnisse auf dem Laufenden hielt und somit für einen Überblick sorgte.

Als essenziell erwies sich auch die Weltbank, die in den Finanzen der Welt stets den Überblick behielt, Kredite ausgab oder den „Geldhahn zudrehte“ wenn die Regionen diese gegen Andere zu nutzen gedachten.

Am Ende eines jeden Jahres hatte jede Gruppe die Möglichkeit, eine Abschlussrede zu halten und Fragen entgegenzunehmen, was sich durchaus als sehr lehrreich herausstellte.

Nach einer Auswertung der Lösungsansätze durch die NGOs und die Weltpresse verkündeten diese der Ergebnisse und die möglichen Folgen, ein Prozess, der den Schüler/innen die Situationen nochmals deutlich realer machten.

Dann wurde das nächste Jahr gestartet. Abschließend erwies sich diese POL&IS Woche als lehrreiches Ereignis für die Schüler/innen des 12. Jahrgangs, die dadurch die Möglichkeit hatten, die komplexen Vorgänge unserer Welt zu verstehen und zu navigieren. Außerdem wurden die Funktionen und Dimensionen der einzelnen Rollen und Gruppen verstanden.