2. Tag der Talente am NIGE
Speeddating im Philosophie-Workshop bei Frau Koltermann – ich musste erst einmal schlucken! Hatte ich da etwas missverstanden? Aber nein, es war der beste Weg, bei einer Teilnehmerzahl nahe an der Dreißig miteinander über „Weihnachten-einmal um die Welt“ ins Gespräch zu kommen. Kärtchen mit Fragen, die man seinem Gegenüber stellt, erleichterten die Sache. Und so erfuhren alle schon zu Beginn, welches Essen am Heiligen Abend sie bevorzugen oder ob sie leicht passende Geschenke finden und andere interessante Dinge (zum Beispiel, mit welcher berühmten Person man einmal zusammen Weihnachten feiern möchte). Mit Quizzen, einem Würfelspiel, viel guter Laune und tollen Ergebnissen, zum Beispiel, dass in Australien der Heilige Abend mitten im Sommer liegt, ging der Tag schnell zu Ende.
Insgesamt nahmen übrigens 80 Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule und 20 vom NIGE am Zweiten Tag der Talente teil, dazu kommen noch zahlreiche Helfer aus den höheren Jahrgängen. Da am selben Tag noch die Musicalproben für das diesjährige Stück Aladin in der Aula stattfanden, gab es wieder einmal ein großes Mit- und Umeinander in der Schule, was immer sehr viel Freude bereitet (so viele fröhliche Gesichter!).
Im Workshop Stop-Motion-Film unter der Leitung von Frau Menz konnte man „Unmögliches möglich machen“, schrieb ein Teilnehmer auf dem Evaluationsbogen. Tatsächlich waren die Kinder ihre eigenen Drehbuchschreiber, Regisseure, Requisitengestalter und Filmbearbeiter. Jeder hatte Material mitgebracht und so entstanden interessante Kurzfilme. Weiterentwicklung war für Teilnehmer mit Vorkenntnissen aber ebenso möglich: „Ich habe gelernt, wie man das besser macht“, schrieb ein Teilnehmer. Die Teamarbeit an sich wurde großgeschrieben in diesem Workshop, aber auch die Möglichkeit zu haben, mal alleine etwas herstellen zu können, hob ein Teilnehmer lobend hervor.
„Der vergessene Wunschzettel“, „Jeder hat ein Talent“ und „Weihnachtsmann und Co KG“ waren drei Mini-Theater-Stücke, die mit viel Selbstbewusstsein und Improvisation auf die Bühne gebracht wurden. In der Cafeteria hatten sich dann auch einige Zuschauer aus Kursen und anderen Workshops zusammengefunden, um den Premieren im Workshop „Theater“ unter der Leitung von Frau Grewe und vielen „megatollen Helfern“ (O-Ton Evaluationszettel) beizuwohnen.
Ein Teilnehmer schrieb, er habe gelernt, dass Theaterspielen vor allem „viel zu übertreiben“ bedeute, ein anderer sprach davon, dass es viel Geduld brauche. Das ist sicherlich richtig, denn bis alles reibungslos ablaufen kann, zumal auf einer kleinen Bühne und mit schnellem Szenenwechsel, braucht man einen etwas längeren Atem.
Aber es hat sich eindeutig bezahlt gemacht, denn großer Applaus belohnte alle Akteure für ihr mutiges „Über-den-eigenen-Schatten-Springen“!
Im Workshop „Programmieren mit Scratch“ wünschten sich die Teilnehmer im Nachhinein noch viel mehr Zeit, ihre selbst programmierten Spiele dann auch tatsächlich extensiv auszuprobieren. Denn „wir durften programmieren, was wir wollten“, schrieb ein Teilnehmer; das ist natürlich besonders attraktiv. Aber der Workshopleiter Herr Landgraf wollte natürlich auch einen Lernfortschritt für alle ermöglichen und dazu mussten halt auch mal die Computer gesperrt werden, um volle Aufmerksamkeit zu erhalten. Es gab zu diesem Zweck viele Aufgaben zu erledigen. Generell waren alle fasziniert, an einem „richtigen Rechner“ zu sitzen, was in der heutigen Zeit im Alltag ja eher selten der Fall ist, aber für zukünftige Informatiker unverzichtbar. Das heißt, es wurde eindeutig etwas für zukünftige Herausforderungen und eventuelle Berufswünsche getan!
Im Sprachendorf „Spanisch/Französisch“ unter der Leitung von der „geduldigen und lustigen“ (O-Ton Evaluationsbogen) Leiterin Frau Weissig konnte man vor echter Kulisse (unter Zu-Hilfe-Name des ActivPanels) in einem Kleidergeschäft einkaufen. Was in der Heimat ja kein Problem darstellt, war nun ungleich viel schwieriger, da es Dialoge auf Spanisch (und Französisch) zu führen galt. Aber das habe mit dieser talentierten Schülergruppe und den tollen Helfern aus den höheren Klassen gut geklappt, berichtete Frau Weissig. Die Aussprache sei wohl vor allem das Problem gewesen, berichtete ein Grundschüler, da doch einige Buchstaben anders ausgesprochen würden als man sie geschrieben sah. Deswegen waren die Helfer so wichtig, da sie die Gesprächsabläufe mit den Kindern genauestens vorher durchgingen und einübten.
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Ähnlich war es im „Sprachendorf Englisch“ bei Herrn Kortekamp. Auch hier kaufte man Kleidung in einem Geschäft und musste sich auf Englisch mit der Verkäuferin, die einen beriet, auseinandersetzen. Dabei entstanden viele lustige Szenen, wenn die Dialoge nicht klappten. – Auch gab es hier im Sprachendorf eine Poststation, bei der man noch alles rund ums Briefe- und Pakete-Schicken analog erledigen konnte, und es war auch ein Besuch in der Apotheke möglich. Viele Produkte stellten die Schülerinnen und Schüler selbst mit Stift, Schere und Papier her, sodass auch die Kreativität nicht zu kurz kam.
Also alles in allem wieder ein gelungener Tag der Talente, der mit seinen vielen weihnachtlichen Themen gut in die Adventszeit einführte.
Vielen Dank den Workshopleitern und den vielen Helfern aus den höheren Klassen, die durch die anspruchsvolle pädagogische Anleitungsfunktion sicher auch einen Lern-Mehrwert erfahren haben!
Dazu ein großes Dankeschön an das Vertretungsplan-Team für die zusätzlichen Mühen und an das ganze Kollegium für die Umstände, die so ein lebhafter Tag mit sich bringt!
Elise Bessert, 13.12.2025


















