Erasmus+ Fortbildung in Portugal, Lissabon

Raus aus dem ostfriesischen Schulalltag und rein ins Lissaboner Großstadtgetümmel hieß es für mich vom 5. bis 10.05.2025. Im Rahmen von ERASMUS+, einem Programm, das von der Europäischen Union unterstützt und gefördert wird, nahm ich an einer internationalen Fortbildung zum Thema „Digital Tools for Collaboration, Communication, Creativity and Critical Thinking (4Cs)“ teil.

In einem Team aus Lehrkräften sieben europäischer Nationen (Spanien, Estland, Lettland, Italien, Polen, Kroatien, Deutschland) beschäftigten wir uns eine Woche lang mit der Frage, wie man digitale Werkzeuge zur Verbesserung der Unterrichtsqualität im Hinblick auf Zusammenarbeit, Kommunikation, Kreativität und Kritisches Denken nutzen kann. Dabei ging es neben einer Definiton dieser Schlüsselkompetenzen unter anderem um die verschiedenen Stufen der Digitalisierung (von Substitution hin zu Neudefinition) und die Frage, wie Lernaufgaben danach gestaltet oder überarbeitet werden können. In Kleingruppen entwarfen wir Lernaufgaben, die gemeinsam diskutiert und optimiert wurden. Wir erkundeten bei einer digitalen Schnitzeljagd das Museu de Lisboa und die Umgebung, mussten uns in internationalen Teams verschiedenen Herausforderungen stellen – zum Beispiel ein Gruppenfoto mit einem echten Pfau im Park aufnehmen, ohne diesen zu verschrecken (gar nicht so einfach…!), Memes erstellen oder Videos drehen. Zudem wurden KI-Anwendungen im Hinblick auf ihren Nutzen für Lehrkräfte kritisch unter die Lupe genommen.

Die Woche war sehr lehrreich und hat mir einen interessanten Austausch mit KollegInnen anderer europäischer Schulen ermöglicht. Bei nicht zu heißem, aber sonnigem Frühlingswetter blieb nebenbei noch Zeit, die schöne Altstadt von Lissabon zu erkunden und sich nach getaner Arbeit am Miradouro de São Pedro de Alcântara bei einem kühlen Getränk und mit Blick über die Stadt mit den KollegInnen auszutauschen. Mit vielen Anregungen und Ideen, wie digitales Zusammenarbeiten die Kommunikation, Kreativität, Kollaboration und das Kritische Denken im Klassenraum fördern kann, kehrte ich nach einer ereignisreichen Woche im Süden in die ostfriesische Heimat zurück.Ich bedanke mich beim ERASMUS+Team, bei der Schullleitung und bei den vertretenden Kolleginnen und Kollegen, dass sie mir diese bereichernde Erfahrung ermöglicht haben und kann die Teilnahme am ERASMUS+ Programm nur wärmstens weiterempfehlen.

Eine Präsentation der Ergebnisse wird zusätzlich über IServ zur Verfügung gestellt.

Text und Bilder: Tanja Harms