Erasmus+ Ungarn 2025

Erasmus+ Ungarn 2025

Im Rahmen des von der Europäischen Union finanziell unterstützten Erasmus+-Programms hatten wir, acht Schülerinnen des NIGE, die besondere Gelegenheit, am zweiten Projekttreffen des zweijährigen Erasmus+-Projekts „Be real“ teilzunehmen. Beteiligt waren neben dem NIGE die Partnerschulen aus Italien (Piacenza) und Belgien (Bornem), die gemeinsam mit der ungarischen Gastschule „Tóth Árpád Gimnázium“ eine intensive Projektwoche erlebten.

Unser erstes Ziel war die ungarische Hauptstadt Budapest, wo wir eine Nacht in einem Hotel verbrachten. Den Tag nutzten wir, um die Stadt eigenständig zu erkunden – unter anderem das imposante ungarische Parlament, in dem bis heute die wichtigsten politischen Entscheidungen des Landes getroffen werden.

Anschließend reisten wir mit dem Zug weiter nach Debrecen, der zweitgrößten Stadt Ungarns, wo uns unsere Gastfamilien herzlich in Empfang nahmen. Schon beim ersten gemeinsamen Abendessen erhielten wir spannende Einblicke in den ungarischen Alltag.

Am ersten Schultag wurden wir mit einer Präsentation über das „Tóth Árpád Gimnázium“ begrüßt und erhielten Armbänder und Namensschilder zur besseren Orientierung. Danach führten uns zwei ungarische Schülerinnen durch die Schule und erklärten uns den Aufbau des Gebäudes. Es folgten Kennenlernspiele in gemischten Gruppen, die uns halfen, miteinander in Kontakt zu kommen. Anschließend arbeiteten wir in internationalen Teams an unseren bereits vorbereiteten Präsentationen zum Thema „Wohlergehen von Jugendlichen“, die wir anschließend vorstellten. Den Abschluss des Tages bildete eine kreative Stadtführung durch Debrecen, bei der wir verschiedene Aufgaben lösen sollten. Abgerundet wurde das Programm durch ein Quiz in Form eines Kahoots, bevor wir den Rest des Tages zur freien Verfügung hatten.

Am Dienstag nahmen wir an verschiedenen Workshops zum Thema Well-Being teil. In kleinen Gruppen beschäftigten wir uns unter anderem mit dem Umgang mit Stress. Durch spielerische Methoden und Atemübungen lernten wir hilfreiche Strategien zur Stressbewältigung. Auch Rollenspiele halfen uns dabei, auf schwierige Situationen besser vorbereitet zu sein. Ein anschließendes Sportprogramm mit Entspannungsübungen rundete den Vormittag ab. Der Nachmittag stand zur freien Gestaltung mit unseren Austauschpartnerinnen zur Verfügung.

Der Mittwoch stand unter dem Motto „Traumschule“. In sechs Gruppen erarbeiteten wir Plakate und Präsentationen zu unterschiedlichen Aspekten einer idealen Schule, etwa Lernmethoden oder Unterrichtsgestaltung. Die Ergebnisse wurden in der Schule ausgestellt. Am Nachmittag sangen wir gemeinsam das ungarische Volkslied Tavaszi szél vizet áraszt, bevor professionelle Tänzerinnen und Tänzer uns einen traditionellen ungarischen Volkstanz vorführten – und uns sogar das Mittanzen beibrachten. Den Rest des Tages konnten wir individuell gestalten.

Am Donnerstag unternahmen wir einen Ausflug in den Nationalpark Hortobágy. Bei einer geführten Tour durch die Fischteiche erfuhren wir viel über die lokale Flora und Fauna. Nach einem traditionellen Mittagessen – einer Art Paprikasoße mit Mehl-Eier-Gebäck – besuchten wir die Stadt Eger, die besonders durch ihre eindrucksvolle Architektur begeisterte.

Am letzten Tag unseres Aufenthalts stand das Thema ungarisches Handwerk im Mittelpunkt. In einem Handwerkshaus lernten wir gemeinsam mit Jugendlichen einer inklusiven Nachbarschule traditionelle Techniken wie Weben, Töpfern, Filzen und Lederarbeiten kennen – und durften sogar eigene Armbänder aus Leder und Schafwolle herstellen. Abgeschlossen wurde die Woche mit einer fröhlichen Abschiedsfeier mit Musik, Tanz und landestypischem Essen, an der auch die Lehrkräfte begeistert teilnahmen.

Diese Woche in Ungarn war für uns alle eine bereichernde und unvergessliche Erfahrung. Besonders die entstandenen deutsch-ungarischen Freundschaften machten den Abschied schwer. Wir danken der Europäischen Union von Herzen für die Ermöglichung dieses Austauschs sowie unseren begleitenden Lehrkräften Frau Tonn und Herrn Apke für ihre Unterstützung.

Text und Bilder: Mina Willms, Stina Behrends, Mira Bokern, Mareke Dittrich, Jenna Heyen, Josephine Jochims, Sora Köppke, Femke Rickerts