Politik und Internationale Sicherheit (Pol&IS) am NIGE

Dieses Jahr gab es wieder eine POL&IS Simulation, in der der zwölfte Jahrgang einiges über Politik, internationale Sicherheit und Geografie gelernt hat. Mit Hilfe dreier Jugendoffiziere der Bundeswehr sowie Frau Busch und Herrn Wild haben wir ausgeloste Regionen der Welt verwaltet und nationale sowie internationale Krisen bewältigt.

 

Neben den Regionen (Nordamerika, Europa, Japan, China, Russland, Arabien, Südamerika, Südostasien, Afrika, Indien und Ozeanien) gab es ebenfalls internationale Rollen wie den UN-Generalsekretär (der die Generalversammlung geleitet hat), die Weltbank (die Kredite an bedürftige Länder vergeben konnte), die NGOs (die Proteste organisierten und auf Umweltprobleme aufmerksam machten) und die Presse (die über das gesamte Geschehen berichtete).

In insgesamt viereinhalb POL&IS Jahren haben wir die wichtigen Aufgaben des Staatsministers, Wirtschaftsministers und Umweltministers der einzelnen Regionen kennengelernt. Anfangs noch recht holprig, dann aber mit immer mehr Durchblick. Dank der Hilfe unserer Lehrer und der Jugendoffiziere sind wir gemeinsam und zielstrebig die Probleme der Welt, wie Hungersnöte, Piraterie, Pandemien und Wirtschaftskrisen, angegangen und haben sie so gut es ging bewältigt.

Diese von den Spielleitern vorbereiteten Nachrichten wurden den Schülerinnen und Schülern zu Beginn jedes POL&IS Jahr von der Presse vorgelesen. Daraufhin mussten die Vertreter und Vertreterinnen der Regierungen in Diskussionen, Programmen, an der Weltkarte sowie an der Börse, Lösungsansätze für diese Herausforderungen finden und mit den darauffolgenden Konsequenzen im nächsten Jahr weiterarbeiten.

Nicht leicht, aber besonders interessant war es für die Schüler, die Werte ihrer Region zu vertreten, auch wenn diese vielleicht nicht immer mit ihren eigenen übereinstimmten. Vor allem China hat dieses Jahr versucht, sein Image zu verbessern und die Strukturen des Landes umzukrempeln. Die Schülerinnen und Schüler haben so die Erfahrung gemacht, dass das nicht immer einfach ist, selbst wenn man die Mittel eines Staatschefs besitzt.

In Länderpräsentationen sollte jede Region einen Teil ihrer Kultur vorstellen. So haben sich die Schüler noch mehr mit den einzelnen Kulturen auseinandergesetzt und dazugelernt. Auch die zu bewältigenden Krisen waren aktuell und häufig unterrichtsrelevant (z. B. die Favelas in Brasilien).

Während die Regionen mit ihren eigenen Notständen und internationalen Konflikten zu kämpfen hatten, machten die NGOs mit Protestanten und Hilfe aus den jüngeren Jahrgängen, selbstgemalten Plakaten und emotionalen Videos auf die großen globalen Umweltprobleme aufmerksam.

Besonders in Erinnerung blieb allen Schülern der Donnerstag unserer POL&IS Woche. Der südostasiatische Staatsminister schickte unzählige Truppen zur Grenze Indiens. Die Presse berichtete schnell über diese Kriegserklärung und Aufruhr sowie Empörung machten sich breit. „Das geht ja gar nicht!“ Die Jugendoffiziere reagierten direkt am nächsten Tag mit einem sehr ernsten Vortrag über Krieg und Gewalt in der Welt. Wer Krieg führen will, muss die Konsequenzen kennen.

In einer eilig einberufenen Sicherheitskonferenz nahm jede Region Stellung zu diesen Ereignissen. Wer steht auf welcher Seite? Wer würde Indien unterstützen? Wer verhängt Sanktionen? Und wer hält sich aus dem Konflikt heraus?

Mit diesen Fragen mussten sich die Schülerinnen und Schüler auseinandersetzen, bevor mit dem emotionalen Song der NGOs: Heal the World, wieder Frieden in unsere POL&IS Welt einkehrte. Der verantwortliche Staatsminister wurde laut Aussage des südostasiatischen Regierungschefs gefeuert.

Alle Beteiligten haben in dieser Simulation etwas dazugelernt und Engagement gezeigt. In einer Feedback Runde wurde großer Dank an die Jugendoffiziere ausgesprochen für diese Möglichkeit, einen Einblick in die Politik zu erhalten und selbst daran teilzunehmen.

Viele Schülerinnen und Schüler haben sich noch lange nach Ende der Unterrichtszeit mit den Themen unserer POL&IS Welt beschäftigt. Neue Freundschaften wurden geschlossen, und Geschichte, die wir alle nicht so schnell vergessen werden, wurde geschrieben.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten.

Text und Bilder: Eileen Henke