{"id":763,"date":"2009-12-30T15:55:17","date_gmt":"2009-12-30T14:55:17","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.nige.de\/wordpress\/?p=763"},"modified":"2013-07-24T16:06:37","modified_gmt":"2013-07-24T14:06:37","slug":"geophysikalische-laborarbeit-am-nige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp2.nige.de\/wordpress\/geophysikalische-laborarbeit-am-nige\/","title":{"rendered":"Geophysikalische Laborarbeit am NIGE"},"content":{"rendered":"<p>Eine Projektgruppe des Nieders\u00e4chsischen Internatsgymnasiums Esens (NIGE) untersucht Pingos in der Umgebung von Esens in Zusammenarbeit mit Dr. Wim Hoek vom Geographischen Institut der Universit\u00e4t Utrecht, der HARLINGER berichtete.<\/p>\n<blockquote><p><em><b>PINGOS<\/b><\/em><i><br \/>\n<em>Als Pingo (Plural: Pingos) wird eine isoliertstehende, rundliche Bodenerhebung (bzw. ein H\u00fcgel) bezeichnet, der in Gebieten mit Permafrost durch eine im Boden befindliche Eislinse entstanden ist. Ein Pingo besteht aus einem Eiskern (einer Eislinse aus reinem Eis) und dem dar\u00fcber lagernden, durch die Eislinse angehobenem Erdreich.<\/em><br \/>\n<em>Gebildet haben sich die Pingos vor 20000 bis 15000 Jahren gegen Ende der letzten Eiszeit. Sie geben unter anderem Auskunft \u00fcber die Entwicklung des Klimas.<\/em><\/i><\/p>\n<div id=\"attachment_767\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/wp2.nige.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Pingos09.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-767\" class=\"size-medium wp-image-767\" alt=\"Pingos09\" src=\"http:\/\/wp2.nige.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Pingos09-300x159.jpg\" width=\"300\" height=\"159\" srcset=\"https:\/\/wp2.nige.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Pingos09-300x159.jpg 300w, https:\/\/wp2.nige.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Pingos09.jpg 914w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-767\" class=\"wp-caption-text\">Judith van Dijk unterweist Lehrer und Sch\u00fcler der NIGE Projektgruppe &#8222;Pingos&#8220; in ihren Arbeitsmethoden.<\/p><\/div><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Zwei Studentinnen aus dem Kurs von Dr. Hoek, Judith van Dijk und Annalen Kuppers unterwiesen die Projektteilnehmer jetzt in den \u00fcblichen Labormethoden der Physischen Geographie.<br \/>\nWie Projektleiter Axel Heinze, Lehrer am NIGE, mitteilt, ist der so genannte Gl\u00fchverlust von Sedimenten eine elementare Untersuchungsmethode. Sie erlaubt eine Aussage \u00fcber die Verlan-dungsprozesse in einer solchen Pingo-Hohlform. Proben aus den Bohrkernen werden gewogen, getrocknet und schlie\u00dflich im Gl\u00fchofen vergl\u00fcht. \u201eAus den Ergebnissen l\u00e4sst sich der organische Anteil der Sediment bestimmen&#8220;, so Heinze. Mit Unterst\u00fctzung des pensionierten Fachkollegen Joachim Meister arbeite die Gruppe im Labor des NIGE, wo die notwendige Ausr\u00fcstung zur Verf\u00fcgung steht.<br \/>\nEine weitere Methode ist die Pollenanalyse. Im Sediment enthaltene Pollenk\u00f6rner k\u00f6nnen unter dem Mikroskop bestimmt und ausgez\u00e4hlt werden. Die Pollenpr\u00e4parate waren in Utrecht vorbereitet. \u201eMan erh\u00e4lt damit Aussagen \u00fcber die Vegetation in der Umgebung des Pingos und damit auch eine Aussage \u00fcber den Zeitraum der Verlandung.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Ergebnisse der Untersuchung werden in einem Diagramm dargestellt und gedeutet, wenn alle Ergebnisse vorliegen. Judith van Dijk bearbeitet den Pingo am Dammweg in S\u00fcddunum in ihrer Semesterarbeit, die Ergebnisse werden sp\u00e4ter im Museum Leben am Meer in Esens ausgestellt.<br \/>\nZu der Untersuchung geh\u00f6rt auch ein Bohrprofil, das in S\u00fcddunum erstellt wurde. Viele Fragen um die Pingos sind bisher ungekl\u00e4rt. Im Rahmen dieses Kurses m\u00fcssen 71 Befunde aus der Umgebung von Esens \u00fcberpr\u00fcft werden. \u201eIm Raum Dunum und im Raum Utgast scheint es eine gro\u00dfe H\u00e4ufung von solchen Pingo-Ruinen zu geben&#8220;, erkl\u00e4rt Axel Heinze zu den bisherigen Forschungsergebnissen. In einer Fortsetzung des Kurses sollen dann Detailfragen untersucht werden. Pingo-Ruinen haben offenbar bereits in der Steinzeit<br \/>\neine Bedeutung f\u00fcr die Bewohner unserer Region gehabt, aber auch im Mittelalter waren die W\u00e4lle der Pingos als Standorte f\u00fcr Kl\u00f6ster und Bauernh\u00f6fe beliebt.<br \/>\n\u201eWir werden das Thema im n\u00e4chsten Jahr im Museum Leben am Meer aufgreifen. Forschung geh\u00f6rt zu den Kernaufgaben eines Museums. In diesem Projekt erhalten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Gelegenheit, Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit an einer Universit\u00e4t zu nehmen. Im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr wird die Projektarbeit mit einer Exkursion in die Niederlande vertieft&#8220;, erkl\u00e4rt Projektleiter und Lehrer Axel Heinze.<\/p>\n<p align=\"right\"><i><a href=\"F\u00fcr%20weitere%20Informationen:%20http:\/www.pingos.kge-mediaworld.de\">F\u00fcr weitere Informationen: http:\/\/www.pingos.kge-mediaworld.de<\/a><\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Projektgruppe des Nieders\u00e4chsischen Internatsgymnasiums Esens (NIGE) untersucht Pingos in der Umgebung von Esens in Zusammenarbeit mit Dr. Wim Hoek vom Geographischen Institut der Universit\u00e4t Utrecht, der HARLINGER berichtete. 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