Uni Leipzig zu Gast am NIGE

 

Ziel ist der Aufbau eines länderübergreifenden Netzwerkes zur Förderung besonders leistungsstarker Schüler.

Text: E.Bessert. Foto: W. Schnabel Das Niedersächsische Internatsgymnasium Esens (NIGE) ist eine von 300 bundesweit ausgewählten Projektschulen, die am Aufbau eines länderübergreifenden Netzwerkes zur Förderung von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern mitwirken. In insgesamt 22 Teilprojekten vernetzen sich Schulen und Wissenschaft aus 16 beteiligten Universitäten in einem interdisziplinären Forschungsverbund miteinander. Finanziert wird das Projekt paritätisch von Bund und Ländern.

Das NIGE wurde nun am Mittwoch als erste Schule des Teilprojekts 19 von einem vierköpfigen Team der Universität Leipzig unter Leitung von Prof. Dr. Wollersheim besucht, zusammen mit Christian Herbig als Ideenträger und Hauptverantwortlicher des Projekts, Sarah Doberitz und Felix Blumenstein als wissenschaftliche Mitarbeiter, um sich über Möglichkeiten und bereits bestehende Erfahrungen auszutauschen.

Im Teilprojekt 19 wird die Erstellung eines „Tools“ für individuelle Förder- und Forderpläne (Entwicklungspläne) angestrebt. Die Art und Weise, wie das NIGE digitale Lösungen bei der Erfassung und Dokumentation individueller Lernentwicklung einsetze, habe fast schon modellhaften Charakter, so Wollersheim.

Ein rechtzeitiges Erkennen von Begabungen bedeute eine Chance für Schülerinnen und Schüler, die häufig nicht auffällig mitliefen und deshalb weniger Beachtung erführen. Dabei sei der zugrunde gelegte Begabungsbegriff entscheidend: Begabung sei ein leistungsbezogenes Potenzial, das der Anreize zur Entwicklung bedürfe; so könne sich aus dem Potenzial über die Entwicklung von Kompetenzen in bestimmten Begabungsbereichen in der Schule im Erwachsenenalter eine Expertise entwickeln. Für diese Anreize solle das angestrebte „Tool“ zuständig sein. Es gelte nun, zuerst die individuellen Förderprozesse an den beteiligten Schulen zu spiegeln und daraus einen Handlungsrahmen für das gesamte Projekt abzuleiten.

Am NIGE wird sich nun ein Kernteam bilden, das aus Schülerinnen und Schülern und betreuenden Lehrkräften bestehen soll. Mit der Arbeit im Kooperationsverbund zur Förderung besonderer Begabungen und der im Vergleich zu anderen Schulen weit vorangeschrittenen Digitalisierung im Bereich der individuellen Lernentwicklung und der Erstellung von Förderplänen für die Schülerinnen und Schüler sei die Ausgangslage für das Projekt am NIGE bereits überdurchschnittlich gut, wurde festgestellt.

Durch die gegenseitigen Vorträge entwickelten sich interessante Diskussionen und Wege für die folgende Zusammenarbeit. Eine Schulführung und das Festlegen eines detaillierteren Ablaufplanes für das weitere Vorgehen rundeten diesen ersten Besuch ab. Beide Seiten freuen sich, experimentell und offen im Sinne der Schüler zusammenzuarbeiten.

nach einem Artikel des Anzeigers für Harlingerland vom10. November 2018

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