NIGESchüler beim Projekt: POL&IS

 

 

Foto: Bundeswehr. Text M.Sander. Im Rahmen des Politikunterrichtes nahmen 53 Schüler und Schülerinnen des Niedersächsischen Internatsgymnasiums Esens vom 29.05.2017 bis zum 01.06.2017 am Simulationsspiel POL&IS (Politik und Internationale Sicherheit) teil, welches in der Scharnhorstkaserne in Bremen stattfand. Geleitet wurde dieses von den Jugendoffizieren der Bundeswehr. Die betreuenden Lehrkräfte waren Frau Busch und Herr Wild.

Bei der Simulation wurden die SchülerInnen per Losverfahren in Regionen (Europa, Nordamerika, Süd-Ost-Asien, Russland, Südamerika, China usw.) und verschiedene Aufgabenbereiche eingeteilt. So gab es für insgesamt 13 Regionen Regierungschefs, Wirtschaftsminister und Staatsminister. Zudem vertraten die SchülerInnen zwei UN-Generalsekretäre, andere die Weltbank, die Nichtregierungsorganisationen (Greenpeace und Amnesty International) oder die Weltpresse.

Die Simulation war in POL&IS Jahre gegliedert, diese wiederrum in verschiedene Phasen.

Am Anfang eines Polis-Jahres wurden zuerst die aktuellen Nachrichten vorgelesen. Es gab Nachrichten für jedes Land, in denen aktuelle wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche oder ökologische Probleme angesprochen wurden. Produktpiraterie in Südostasien, der Walfang in Japan und der Drogenhandel in Süd- und Mittelamerika wurden genauso thematisiert wie die Verschuldung der USA, die Flüchtlingsproblematik in Europa oder der übermäßige Alkoholkonsum in Russland.

Ab dem zweiten Jahr wurden in den Nachrichten von Erfolgen, aber auch Misserfolgen des vergangenen Jahres berichtet, die jeweils wieder direkte Auswirkungen auf die Region hatten.

Aufgrund dieser Informationen galt es, sich auf die Herausforderungen einzustellen um diese im neuen Jahr anzugehen.

In der darauffolgenden Phase, der Beratungsphase, besprachen die einzelnen Regionen ihr weiteres Vorgehen. Anschließend schrieben die Regierungschefs Programme zur Politik und Umwelt. Die Staatsminister konzentrierten sich auf den Einsatz von Sicherheitstruppen und die  Wirtschaftsminister verhandelten untereinander mit ihren Geldern und Ressourcen auf Anweisung ihres Regierungschefs hin. Dabei gab es auch immer wieder Probleme zu lösen, die auf Unstimmigkeiten beruhten, weil die einzelnen Anweisungen und Absprachen nicht immer korrekt umgesetzt wurden.

Anschließend folgten Verhandlungen zwischen den Regionen. Neue Bündnispartner wurden gesucht und Verträge abgeschlossen.

Während der einzelnen Phasen überlegten sich die NGO-Mitglieder (von Greenpeace, Amnesty International) Wege, um die Regierungen zu einem besseren Handeln bewegen zu können und zu helfen, da viele Länder auf Spenden angewiesen waren. Plakate wurden gemalt und Demonstrationen organisiert. So gab es zum Beispiel immer wieder Spendenaufrufe und Müllsammelaktionen.

Die Weltpresse schrieb unermüdlich Artikel über das Geschehen, da die Regionen informiert werden mussten, was auf der Welt gerade passierte, wer mit wem einen Vertrag abschloss und ob es Kriegsandrohungen gab.

Ein besonderes Highlight stellte die Diskussion der Regierungschefin von Arabien, den UN-Generalsekretären und Vertretern der Taliban dar, welche leider nicht erfolgreich waren. Daraufhin breitete sich der damit verbundene Konflikt langsam über die ganze Welt aus und der Terrorismus wurde zu einem globalen Problem.

Ein Jahr wurde dann durch eine Rede von den UN-Generalsekretären Leo Barenthin und Jasmin Ulferts abgeschlossen. In diesem Rahmen konnten alle Institutionen und Regionen eine Stellungnahme über Fortschritte und Probleme des vergangenen Jahres sowie die Ziele für das kommende abgeben.

Solltet ihr euch für das Geschehen während unserer POL&IS Zeit interessieren, schaut doch auf unserem Weltpresseblog nach, welchen ihr unter der Adresse http://weltpressepolis.tumblr.com/ findet. Dort erwarten euch Bilder, Videos und mehr.

Abschließend kann gesagt werden, dass die Simulation eine Erfahrung ist, die man gemacht haben sollte. Der Lernerfolg bei einer solchen Simulation ist nicht zu unterschätzen. Zeitmanagement, Reden halten und sich selbst ausprobieren sind nur einige Aspekte, in denen neue Erfahrungen gesammelt wurden. Auch das Verständnis für aktuelle politische und globale Probleme ebenso wie die Erkenntnis um die Vielschichtigkeit und Komplexität dieser Materiewurde verbessert. Natürlich hat es auch Spaß gemacht und man hat Schüler kennen gelernt, mit denen man nicht in Kursen ist und neue Freundschaften wurden geschlossen.

Alle Teilnehmer haben viel Engagement gezeigt und auch nach der Spielzeit wurden weiterhin intensive politische Gespräche geführt.

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Beteiligten.

Mareike Sander