Erste Wochenend-Akademie am NIGE

Das Lehrkrankenhaus „NIGEritus“ stellt den Krankheitsfall „Peter“ vor.

 

Am letzten Freitag und Samstag fand die erste Wochenend-Akademie am NIGE statt – und war ein voller Erfolg!

An die 90 Kinder und Jugendliche aus den umliegenden Grundschulen und dem NIGE beschäftigten sich zwei Tage lang intensiv mit den verschiedensten Aufgaben und Problemen aus den Bereichen Astronomie, Robotic, Märchen, Mathematik, Theater, Medizin/Biologie und Verschlüsselung.

Es war sehr spannend zu beobachten, wie ausdauernd und konstruktiv  sich die Schüler der Jahrgänge 4-7 mit den Anforderungen auseinandersetzten, Fragen stellten und Problemstellungen formulierten, die sie letztendlich selbst lösten. Ebenso wichtig war die Präsentation ihrer Ergebnisse: Wie sollten sie Inhalte und Lösungswege interessierten Zuschauern zeigen? Ob in Plakatform, in selbstgebastelten Modellen, in Form von Aufführungen oder als Mitmach-Stand? Es wurde gemalt, geprobt, gebastelt, geübt und vorbereitet. Stolz präsentierten sie zuletzt ihren Eltern und Gästen ihre Ergebnisse; diese ließen sich begeistert von ihren Kindern durch die Ausstellung führen.

Zum Beispiel braucht das Licht bis zur Sonne 8 Minuten – was bedeutet das konkret? Kann man sich die Entfernung der Erde zur Sonne überhaupt am Modell klar machen? Wenn die Sonne im Modell ein Ball ist, wie groß ist dann die Erde im Verhältnis dazu? Fragen über Fragen!

Wie lässt sich ein Lego-Roboter so programmieren, dass er einen vorgegebenen Parcours entlangfährt und dabei auch noch Aufgaben erledigt? Ganz schön knifflig, so ein Programm zu schreiben! Ist nur eine Kurve ungenau berechnet und eingegeben, kann der Roboter die gestellte Aufgabe nicht mehr ordnungsgemäß erledigen und fällt aus dem Wettbewerb heraus.

Wer kennt sie nicht, die bekannten Märchen von „Frau Holle“ oder von „Hänsel und Gretel“? Aber es ist etwas ganz anderes, sie nicht nur zu lesen und zu verstehen, sondern sie auch noch szenisch darzustellen, Bildschirmpräsentationen auf dem Smartboard als Bühnenhintergrund zu bedienen, Regieanweisungen gemeinsam zu erarbeiten und sie schließlich auch zu befolgen und alles für eine gelungene Aufführung vorzubereiten.

Man glaubt es kaum, wie viele mathematische Aufgaben sich im Zusammenhang mit Tieren stellen – und lösen lassen! Vor allem die Textaufgaben sind knifflig und ließen auch die Besucher am Mathe-Stand verzweifeln. Und dann auch noch das Thema Mathematik und Zeit: Wie wird Zeit berechnet? Wie wird Zeit eingeteilt? Wieviel Berechnung doch in einem Kalender drinsteckt! Dazu noch die Problematik der Schaltjahre: Wann fallen sie weg und warum? Wann finden sie doch statt, obwohl sie nach der Regel eigentlich ausfallen müssten? Es gab viel zu tun und die Köpfe rauchten.

Ganz andere Anforderungen hatten die Teilnehmer am Improvisationstheater zu bewältigen. Oder würden Sie sich in der Lage fühlen, spontan die von den Zuschauern beschrifteten Zettel, die auf dem Bühnenboden verteilt wurden, inhaltlich in eine Szene einzubauen? Alles Talent und Übungssache!

Der „Fall Peter“ beschäftigte ein Ärzteteam im Lehrkrankenhaus „NIGEritus“ unter der Leitung von Prof. Dr. med. Tulb: Nach Feststellen der Symptome ging es los mit der Diagnostik. Es wurde gerätselt und vermutet, mikroskopiert und erneut diagnostiziert. Zu guter Letzt war „Peter“ therapiefähig und alle Teilnehmer sich auch im Klaren darüber, dass Professor Tulb, rückwärts gelesen, eigentlich Blut heißt und sinnbildlich für das hauptsächliche Thema im Workshop steht.

Vom Caesar-Code, einer Verschiebetechnik, mit der schon Caesar verschlüsselt haben soll, bis zur Anwendung anderer monoalpabetischer Substitutionen reichte die Palette der Codes, die es im Workshop „Codes knacken“ zu entschlüsseln galt. Hierzu wurde z.B. eine Häufigkeitsanalyse mithilfe von Computern durchgeführt. Am Stand konnten sich die Gäste ihre geheimen Nachrichten von der Gruppe ver- oder auch entschlüsseln lassen.

Unten stehende Bilder geben einen kleinen Aufschluss über die Vielseitigkeit und Reichweite der behandelten Inhalte der ersten Wochenend-Akademie.

                                                                                                                                   Elise Bessert

 

Es war die Gelegenheit für die Eltern, sich einmal auszutauschen, Bekannte zu treffen und sich die Schule anzusehen.

 

Interessiert lassen sich die Eltern die programmierten Roboter auf dem Parcours vorführen.

 

Immer umlagert: Die Aufgaben, die das „Seminar Mathematik“ für die Gäste bereitgelegt hatte.

 

Die „Pechmarie“ aus dem Märchen „Frau Holle“ geht einfach an dem Apfelbaum mit den überreifen Früchten vorbei, ohne sie zu ernten: Das hat Folgen…

 

Der Workshop „Die Reise zu den Sternen“ präsentierte seine Ergebnisse „live“ vor dem Publikum.

 

Der gute alte „Caesar-Code“ dient auch heute u.a. zur Verschlüsselung von Geheimbotschaften.

 

Wie stellt man Arroganz dar? Die Theatergruppe improvisierte…