PIMP my SCHOOL – Fassadenkunst am NIGE

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Wandgestaltung der Hauptfassade des NIGE Schuljahr 2015-2016

Am Anfang stand eine Grundidee, die auf den sehr guten Erfahrungen mit einer Kleingruppenarbeiten von vor zwei Jahren mit 9. Klassen basierte. Im Kunstunterricht erstellten sie für ausgesuchte Außen- und Innenräume inhaltlich angepasste individuelle Figuren aus wasserfesten Holzplatten.

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Die neue Aufgabenstellung bestand nun in der Entwicklung einer einheitlichen Wandgestaltung zum Thema Schule. An der Wandgestaltung waren insgesamt 70 Schülerinnen und Schüler aus meinen drei Grundkursen Kunst der Jahrgänge 12 (ku2) und vor allem 11 (ku1, ku2) beteiligt.

 

Die Vorbereitungs- und Entwurfsphase eines möglichst zeitlosen Hauptentwurfs dauerte mehr als ein halbes Jahr. Erste abstrakte Kompositionsübungen wurden theoretisch begleitet von Analysen thematisch passender Gemälde aus der Kunstgeschichte. Zur Erstellung von geeigneten Figurenvorlagen wurden u.a. Personenkonstellationen aus Gemälden nachgestellt und fotografiert.  Aus dem insgesamt entstandenen großen

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Figurenfundus wurden ca. 60 individuelle Entwürfe entwickelt und als computersimulierte Fassadengestaltungen optimiert. Über die endgültigen Entwürfe stimmten die SchülerInnen kursübergreifend ab, verbesserten kombinierend die ersten 10, danach die besten drei Computersimulationen noch einmal bis zum Schlussentwurf.

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In der eigentlichen Herstellungsphase wurden die Silhouetten zeitlich parallel  im Kunstraum gezeichnet, diese Vorzeichnungen danach im Werkraum optimiert, ausgeschnitten und geschliffen. Die Figuren bestehen aus einem Aluminium-Verbundmaterial hauptsächlich mit einer spiegelartigen Oberfläche. Sie bewirkt, dass sich das Aussehen der Silhouetten den äußeren Bedingungen anpasst und sich abhängig von Standpunkt, Licht und Wetter ständig verändert.

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Die Figurensilhouetten streben kompositionell auf den mittigen Haupteingang zu und sind in ihrer Anordnung auf die Architektur bezogen. Die Schüler-Silhouetten repräsentieren ganz unterschiedliche Altersstufen vom der 5. Klasse bis zum Abitur und typische Fächergruppen. Die Lehrerfigur wurde nach dem Philosophen Aristoteles in dem wohl berühmtesten Schulgemälde  entwickelt, der „Schule von Athen“, des Renaissancemalers Raffael. Die in dem Fresko gezeigten vielfältigen Philosophie-, Kunst- und Wissenschaftsaspekte werden hier auf diese eine Fassadenfigur besonders konzentriert. Die geografische Lage des NIGE verdeutlichen insgesamt 6 Möwen, von denen am Eingang zwei jeweils Bensersieler Duckdalben zugeordnet sind.tennis-416

Ellinghaus

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