„Wir sind alle ein wenig ver­rückt“

Alicegruppe 216

 

Foto und Text VON GERHARD G. FRERICHS Mit stehenden Ovatio­nen und tosendem Beifall ho­norierten 250 Premierenbesu­cher die gelungene Inszenie­rung von „Alice im Wunder­land“, die die Schüler der Jahrgänge fünf bis zwölf von der Musical-AG des Ni NIGE in ihrer Schulaula zur Aufführung brachten.

Fast ein Jahr haben sie ge­probt, die 21 Schauspieler, Sänger und Tänzer auf der Bühne, weitere neun Bandmitglieder unter der Leitung von Dirk Matulla auf dem Podest dicht daneben an acht Instrumenten spielend sowie sechs Ton- und Lichttechniker unter der Leitung von Knut Blancke. Daneben bauten drei Schüler das interessante und wechselnde Bühnenbild, Annemone Rassow schneiderte wundervolle Kostüme, Laura Konken schuf die Choreogra­phie und Annika Morhaus unterstützte beim Gesang.

Am Sonnabend, nach vie­len Proben, war es dann so­weit: In der vollbesetzten Aula des NIGE präsentierte das Ge­samtensemble der Musical-AG recht professionell ihr neuestes Werk „Alice“. Unter der Regie von Anna-Lena Klaaßens und Jantke Geiken entstand dabei ein unterhalt­samer und zugleich farbenfro­her Zweiakter, der das Premie­renpublikum mit in das etwas verworrene „Wunderland“ führte.

Zwar diente die Version des bekannten Kinderbuches aus dem Jahre 1865 sowie der Musicaltext und die Musik von Lewis Caroll dem Ensemble als Vorlage, doch haben die Regisseurinnen daraus ein eigenes, das nun mehr in fünf Jahren fünfte „NIGE-Stück“ gemacht, das auf das Ange­nehmste für eine rund zwei­stündige Unterhaltung sorgte. Auf der Bühne agierte an die­sem Abend Hauptdarstellerin Lea Bartelt als „Alice“. Bei den weiteren Aufführungen ist auch Laura Soons in dieser recht umfangreichen Rolle zu sehen.

Aus dem Publikum heraus, dem geheimnisvollen weißen und stets hektisch agierenden Kaninchen (Uta Rassow) fol­gend, gelangt Alice gerade­wegs in die Verwaltungszen­trale des „Wunderlandes“.

Die Wunderlandbewohner, unter anderem der Faselhase (Carina Abken), Krabbe (Lu­cas Kozak), Ente (Feemke Paschke), Maus (Michelle Post), Adlerjunges (Nantke 0ldewurtel) und Papagei (Tom Kröger)   bringen  Alice dazu, sich ihr eigenes „Wunder­land“ zu wünschen. Und so verwandelte sich die Verwal­tungszentrale dann auch in Windeseile in einen blühen­den Garten mit fantasievollen Bäumen.

Im Dialog mit der blauen Raupe (Hendrik Siemens) ge­lang es, dass sich die einge­schüchterte Alice nach und nach „cooler“ fühlt. Auf ihrem Weg, der mit der Aufgabe „den Himmel im Garten der Köni­gin anzumalen“ versehen war, stößt sie auf eine „verrückte Teeparty“, wo unter anderem der verrückte Hutmacher (Lea Stöter) sowie das Murmeltier (Loren Szczesny) wieder für totale Verwirrung sorgen. Auch die Zwillinge „Zwiddeldum“ (Lina Tusche) und „Zwiddeldei“ (Lilly Tusche) verstehen es grandios, das Weltbild von Alice wieder ge­hörig auf den Kopf zu stellen.

Eine beeindruckende Sze­ne ergab sich beim Zusammentreffen von Alice mit dem Greif (Mareike Sander) und der Suppenschildkröte (Eva Rassow). Hier wurde beim umstreichen von weißen Blu­men mit roter Farbe gezeigt, wie Alice nun den Himmel an­malen kann.

Als dann die Herzogin (An­na Konken), die Köchin (An­gelina Eilts) und die Honigku­chenkatze (Emily Kröger) er­scheinen, ist die Zeit reif für den Auftritt der forsch und dominant agierenden Herzkö­nigin (Wencke Lühring) und ihres Mannes, dem König (Kai Uffenbrink).

Es kommt zum Cricketspiel und später zur Gerichtsver­handlung, die jedoch mit der Erkenntnis von Alice endet: „Wir sind alle ein wenig ver­rückt – und das ist auch gut so.“

Weitere Aufführungen der Musical-AG sind  Mon­tag, 23. Mai, um 19.30 Uhr so­wie am Sonnabend, 28. Mai, ebenfalls um 19.30 Uhr in der NIGE-Aula zu sehen.

Nach einem Artikel aus dem Anzeiger für Harlingerland vom 23.Mai 2016

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