Formel X

Formel X – Das NIGE macht mit

Die neuesten Informationen über das Projekt Formel-X können Sie im Word-Format hier herunterladen

Ein Projekt des Nds. Kultusministeriums zur Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Lernens und Arbeitens

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Teilnehmer(innen): Joscha Hasselberg, Jochen Ihben, Tomke Gerdes, Jens Hartmanns, Florian Janssen

Das Konzept des Projekts zielt darauf ab, im naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe II Theorie und Praxis durch Kooperation mit Betrieben, Hochschulen und anderen außerschulischen Institutionen miteinander zu verbinden. Auf diese Weise sollen Schülerinnen und Schüler auch frühzeitig den Betriebs- oder Hochschulalltag kennenlernen.

Den Einstieg in dieses Projekt machte das NIGE im Fach Physik. Eine Arbeitsgemeinschaft Physik-Formel X bildete die schulische Grundlage.

Die Firma ENERCON in Aurich fand sich zur Kooperation bereit und ermöglichte den Schülern, dort ihr Betriebspraktikum im Herbst 2002 durchzuführen: Ein Praktikum der „anderen Art“!

01

Die fertige Bodenplatte des Modellautos.

Ingenieure von ENERCON stellten sie vor die Aufgabe, ein Modellauto samt Solarladestation zu entwerfen unter Einhaltung eines vorgegebenen finanziellen Rahmens beim Bau und bei der Anschaffung notwendiger Teile.
Konkret hieß das, selbstständig technische Zeichnungen zu fertigen, denen sämtlich eigene Überlegungen zur Gestaltung und zur Funktionsfähigkeit vorausgingen. So stand am Anfang die Bleistiftskizze, immer wieder umgestaltet, korrigiert, durch Beratung mit den Mitschülern verbessert, bis die Skizzen für das Zeichenprogramm des Computers reif waren. Wälzen von Katalogen und unzählige Telefonate mit Lieferfirmen für Motor, Solarpanelen usw. Die Aspekte der Wirtschaftlichkeit und der Kostenminimierung waren dabei wichtige Entscheidungskriterien. Weiterhin waren Montageanweisungen und Bestelllisten zu schreiben…

02

Die fertige Formvorlage für die Karosserie (Shrugs). Nach Überzug mit einer Folie wird mit ihr eine Negativform in Hartschaum gepresst, mit deren Hilfe die endgültige Karosserie gegossen wird.

…damit die praktische d.h. handwerkliche Arbeit von Schülern eines weiteren Projekts (KISBA) realisiert werden kann. So können die „NIGE-Ingenieure“ von Formel X und die „Handwerker“ von KISBA hoffentlich am Ende dieses Schuljahrs beide gleichermaßen stolz ihr gemeinsam geschaffenes Auto präsentieren.

Ach ja! – Da war ja noch die Physik-AG! – Dort sprachen wir darüber, wie viele Solarpanele in welchem Winkel geneigt werden müssten, welcher Motor warum welche Höchstgeschwindigkeit erzielen könnte, wie lange welcher Akku welchen Motor mit Strom versorgen kann, bei welcher Drehzahl ein Motor wie viel Strom verbraucht, ob das Auto überhaupt anfährt (was wir doch stark hoffen), und wenn nicht, woran es liegt, usw. usw.

Die umfangreichen technischen Zeichnungen mit Hunderten von filigranen Details, gewissenhaft bemaßt und positioniert, zeugen von großem Einsatz der Schüler(innen)für das Projekt und einem Grad an Professionalität, die ich ihnen als Leiter des Projekts vorher so nicht zugetraut hätte.

Am 12.Februar 2003 wurden die Ergebnisse zum ersten Mal bei einer Ausbildungsmesse der BBS in Wittmund präsentiert.
Thomas Schwenzer

Ein Tag bei ENERCON

Montagmorgen 6:45 Uhr an der Bushaltestelle. 6 völlig übermüdete Gestalten (Tomke, Jens, Jochen, Joscha, Florian ) warten auf den Bus, der wie immer 5 Minuten Verspätung hat. 35 laaa[…]aange Minuten später, die erhoffte Ankunft bei ENERCON.
Voller Tatendrang stürmen wir das Gebäude und besetzen den Aufenthaltsraum um erst mal „die Lage zu checken“. Wie jeden Morgen stehen frische Getränke bereit. Nach dem üblichen „Palaver“ gehen alle an die zugewiesene Arbeit.

Meist wird die Arbeit in Teams von 2 Personen erledigt. Doch einige Aufgaben erfordern intensive, konzentrierte Einzelarbeit. Diese wird mit viel Elan und voller Erwartung auf das Frühstück erledigt.
Um 10 Uhr ist es dann soweit: Das Frühstück!!!!!! Leckere Brötchen, Kaffee und Tee im Überfluss. Doch wie jeder schöne Moment im Leben, geht auch das Frühstück einmal vorbei und der Ernst des Lebens (Praktikums) kehrt zu einem zurück. Alle gehen wieder an ihre Arbeit und konstruieren, zeichnen, suchen Bauteile im Internet oder kümmern sich um entstandene Probleme. Dieses muntere Treiben wird erst wieder vom Mittagessen unterbrochen.

Heute gibt es Krustenbraten, eingelegt in eine feine Orangenmarinade. Als Beilage gibt es wahlweise Kartoffeln oder Kroketten. Es folgt der längste und anstrengendste Teil des Tages, Völlegefühl und die vom morgen verbliebene Müdigkeit machen sich so langsam bei allen bemerkbar. Die anfängliche Euphorie verfliegt und die alltägliche „Null-Bock“ Mentalität stellt sich ein. Bis zum ersehnten Feierabend sind es jetzt noch ca. 4 Stunden. In dieser Zeit strengen sich alle noch einmal richtig an, um für den nächsten Tag nicht zu viel Arbeit übrig zu behalten. Was leider nie funktioniert hat…*grrrr*

Dann endlich… Die lang ersehnte und doch verhasste Busfahrt nach Hause. Doch jetzt glaubt nicht, dass danach noch jemand Party gemacht hat, oder sich mit anderen Dingen beschäftigte! Die Arbeit ging munter weiter. Aufbereiten der täglichen Arbeit und vorbereiten auf den nächsten Tag stehen auf dem Programm. Um ca. 23 Uhr fallen 6 müde Gestalten, total erschöpft in ihr Bett!!

Jochen Ihben & Joscha Hasselberg

 

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