Indigenat für Axel Heinze

Axel Heinze wird zum Ostfriesen ehrenhalber ernannt

Bild : Janna Köhler

Bild : Janna Köhler

Hohe Aus­zeichnung für Heimatforscher Axel Heinze bei der traditionel­len Oll‘-Mai-Veranstaltung der Ostfriesischen Landschaft am Wochenende in Leer: Auf ein­stimmigen Beschluss des Landschaftskollegiums ist dem Studienrat aus Esens das Indi­genat verliehen worden, also die Ernennung zum Ostfriesen ehrenhalber. In seiner Lauda­tio begründete Landschaftsrat Henning Schultz, Wittmunds Ehrenlandrat,die Würdigung so: „Durch seinen großen Ein­satz für die ostfriesische Lan­deskunde auf vielfältigen Fel­dern hat Axel Heinze wichtige Spuren hinterlassen.“

Der 1948 in Hilden nahe Düsseldorf geborene Heinze kam 1978 als Studienrat an das Niedersächsische Internatsgymnasium Esens (NIGE), an dem er bis heute unterrichtet. „Nicht nur als Lehrer hat Axel Heinze große und vielfältige Aktivitäten entwickelt, die in Esens, dem Harlingerland, aber auch für ganz Ostfries­land wirksam wurden, sondern ebenso in den Bereichen Geografie, Archäologie und allge­meine ostfriesische Landes­kunde“, sagte Schultz. Heinzes Interessen liegen in den natur­räumlichen als auch histori­schen Aspekten der Region. Und so orientiert sich sein Unterricht an dem, was vor der Haustür zu sehen, zu entdecken und zu erforschen sei. Mit seinem Projekt „Pingo -Denkmal der Eiszeit“ gewann er mit seinen Schülern etliche Preise, unter anderem der Ro­bert-Bosch-Stiftung. Weitere Schülerprojekte beschäftigen sich mit Wallhecken, Klöstern oder der jüdischen Geschichte in Ostfriesland. Im Regionalen Pädagogischen Zentrum der Landschaft arbeitet Heinze seit 1980 in vielen Arbeitskreisen. Zudem erbrachten archäologi­sche Forschungen in Koopera­tion mit dem archäologischen Dienst der Landschaft wichtige Funde, nicht zuletzt aus Watt und Moor. Schultz: „Vor allem diese archäologi­schen Objekte sind es gewe­sen, die in der 1980er Jahren zur Entstehung des Museums „Leben am Meer“ beigetragen haben, das Axel Heinze lange Jahre leitete.“ Er engagierte sich aber auch für das August-Gottschalk-Haus und dessen Trägerverein, den „Arbeitskreis Juden und Christen“. Zu vielen seiner Projekte hat Heinze auch publiziert. Darüber hi­naus war er 16 Jahre Vorsitzen­der der „Arbeitsgemeinschaft Museen und Sammlungen in Ostfriesland“. Viele weitere Tä­tigkeitsfelder kommen hinzu, die Laudator Schultz zu dem Resümee brachten: „Axel Heinze ist begeisterungsfähig und begeisternd. Er lebt seine Themen.“

Nach einem Artikel des Anzeigers für Harlingerland vom 27.Mai 2013
 

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